Schwer zu schlucken…
„Ochsenkopf“ ist grauenvoll gut: ein gesellschaftskritischer, schonungsloser Roman über die Fleischindustrie, der für zart Besaitete sicher eher schwer zu schlucken und verdauen ist. Mir rohen, teils sogar etwas brutalen Bilder wird vom Dorfschlachter Rensing erzählt, der seine Ideale optimaler Fleischverarbeitung trotz aller industriellen und kommerziellen Widerstände verwirklichen möchte, dabei aber an den reellen Wünschen und Vorstellungen der Kunden scheitert. Doch wer ist hier am Ende der wahre „Ochsenkopf“, der die brutale Wahrheit der Schlachtindustrie verkennt?
Das Buch ist sicher für so manchen Leser schockierend und verstörend, da der Autor hier nichts beschönigt oder umschreibt, sondern einen mit brutalen Bildern der Fleischverarbeitung direkt konfrontiert. Dementsprechend haftet dem ganzen Roman eine düstere, kalte Atmosphäre an, zu deren Aufheiterung auch die Charaktere nicht gerade beitragen. Die größte Liebe und Zärtlichkeit schenkt Rensing dem rohen, toten Fleisch, das er hingebungsvoll zu den besten Stücken verarbeitet. Doch zwischenmenschlich herrscht eine große Kälte in diesem Roman vor.
So war ich zunächst auch von den Figuren nicht sehr überzeugt und konnte oder wollte keine Verbindung zu ihnen aufbauen. Doch das hat sich im Laufe der Handlung und vor allem im zweiten Teil des Buches allmählich ergeben, da sich die Figuren entwickelt und ein differenziertes Profil bekommen haben, sodass sie nicht flach geblieben sind.
Ebenso wenig schnörkellos und konfrontativ sind Sprache und Stil des Autors, den kurze Sätze, einsilbige Dialoge und prägnante und eindeutige Beschreibungen ausmachen. Dadurch bleibt für den Leser wenig Möglichkeit, sich vor der brutalen Gesellschaftskritik in „Ochsenkopf“ zu verstecken. Hier bleibt nicht viel zwischen den Zeilen zu lesen, man wird gezwungen, sich mit der Wahrheit in der Fleischindustrie zu konfrontieren, was vielleicht kein großer Spaß im Sinne von Unterhaltung, verstörend und schwer zu schlucken ist. Dennoch ist die Lektüre ein Augenöffner, dem man sich aussetzen sollte, da er einen zum kritischen Nachdenken bringt und eigene Annahmen in Frage stellt. Grauenvoll gut umgesetzt - so sollte Literatur sein.
Das Buch ist sicher für so manchen Leser schockierend und verstörend, da der Autor hier nichts beschönigt oder umschreibt, sondern einen mit brutalen Bildern der Fleischverarbeitung direkt konfrontiert. Dementsprechend haftet dem ganzen Roman eine düstere, kalte Atmosphäre an, zu deren Aufheiterung auch die Charaktere nicht gerade beitragen. Die größte Liebe und Zärtlichkeit schenkt Rensing dem rohen, toten Fleisch, das er hingebungsvoll zu den besten Stücken verarbeitet. Doch zwischenmenschlich herrscht eine große Kälte in diesem Roman vor.
So war ich zunächst auch von den Figuren nicht sehr überzeugt und konnte oder wollte keine Verbindung zu ihnen aufbauen. Doch das hat sich im Laufe der Handlung und vor allem im zweiten Teil des Buches allmählich ergeben, da sich die Figuren entwickelt und ein differenziertes Profil bekommen haben, sodass sie nicht flach geblieben sind.
Ebenso wenig schnörkellos und konfrontativ sind Sprache und Stil des Autors, den kurze Sätze, einsilbige Dialoge und prägnante und eindeutige Beschreibungen ausmachen. Dadurch bleibt für den Leser wenig Möglichkeit, sich vor der brutalen Gesellschaftskritik in „Ochsenkopf“ zu verstecken. Hier bleibt nicht viel zwischen den Zeilen zu lesen, man wird gezwungen, sich mit der Wahrheit in der Fleischindustrie zu konfrontieren, was vielleicht kein großer Spaß im Sinne von Unterhaltung, verstörend und schwer zu schlucken ist. Dennoch ist die Lektüre ein Augenöffner, dem man sich aussetzen sollte, da er einen zum kritischen Nachdenken bringt und eigene Annahmen in Frage stellt. Grauenvoll gut umgesetzt - so sollte Literatur sein.