Überraschendes Jahreshighlight!
Dass mich der Debütroman "Ochsenkopf" von Manik Sarkar und damit eine Geschichte rund um einen Metzger so begeistern könnte, hätte ich tatsächlich nicht gedacht. Doch:
"Ochsenkopf" ist mit das Beste, was ich in diesem Jahr gelesen habe, denn der Roman überzeugt sowohl mit seiner klaren Sprache als auch mit seiner gesellschaftskritischen Thematik.
Die Geschichte dreht sich um den Metzger Rensing, der von klein auf im elterlichen Schlachtbetrieb seiner Leidenschaft für Fleisch und das Schlachthandwerk nachgeht. Er redet nicht viel, seine Gedanken kreisen sich permanent um Fleisch und das Handwerk. Es geht ihm um Qualität, um Tiere, die gesund und natürlich aufwachsen. Doch Qualität hat seinen Preis. Hier kann sein Laden nicht mehr lange mithalten, als die Dorfbewohner ihr Fleisch im neuen Supermarkt einkaufen. Qualität und Aufzucht scheinen den Käufern egal, Hauptsache der Preis stimmt.
Diese Zusammenfassung mag auf den ersten Blick nicht sonderlich interessant klingen, doch Sarkar beschreibt eindrücklich die Ökonomisierung der Lebensmittelindustrie und der Massenware Fleisch: Tiere als billige Ware, die Abkehr von echtem Handwerk, Massenproduktion. Der Autor legt den Finger in die Wunde, wenn er detailliert die Krankheiten von Lebewesen aus billiger Kassentierhaltung beschreibt.
Es ist ein Buch, das den Leser nachdenklich zurück lasst. Der nächste Supermarktbesuch und der Blick ins Fleischregal werden künftig ein anderer sein.
Außerdem überzeugt der Roman mit einem absolut gelungenen Schreibstil. Wenige Dialoge unterstützen die bedrückende Stimmung, dazu berichtet die erzählende Stimme nicht nur von den Geschehnisse und Gedanken rund um Rensing, sondern beschreibt auch die Gefühlswelt der Tiere, die kurz vor der Schlachtung stehen. Dieser Erzählstil hat die Lektüre für mich zu einem intensiven Leseerlebnis gemacht.
Fazit: Ganz großes Highlight!
"Ochsenkopf" ist mit das Beste, was ich in diesem Jahr gelesen habe, denn der Roman überzeugt sowohl mit seiner klaren Sprache als auch mit seiner gesellschaftskritischen Thematik.
Die Geschichte dreht sich um den Metzger Rensing, der von klein auf im elterlichen Schlachtbetrieb seiner Leidenschaft für Fleisch und das Schlachthandwerk nachgeht. Er redet nicht viel, seine Gedanken kreisen sich permanent um Fleisch und das Handwerk. Es geht ihm um Qualität, um Tiere, die gesund und natürlich aufwachsen. Doch Qualität hat seinen Preis. Hier kann sein Laden nicht mehr lange mithalten, als die Dorfbewohner ihr Fleisch im neuen Supermarkt einkaufen. Qualität und Aufzucht scheinen den Käufern egal, Hauptsache der Preis stimmt.
Diese Zusammenfassung mag auf den ersten Blick nicht sonderlich interessant klingen, doch Sarkar beschreibt eindrücklich die Ökonomisierung der Lebensmittelindustrie und der Massenware Fleisch: Tiere als billige Ware, die Abkehr von echtem Handwerk, Massenproduktion. Der Autor legt den Finger in die Wunde, wenn er detailliert die Krankheiten von Lebewesen aus billiger Kassentierhaltung beschreibt.
Es ist ein Buch, das den Leser nachdenklich zurück lasst. Der nächste Supermarktbesuch und der Blick ins Fleischregal werden künftig ein anderer sein.
Außerdem überzeugt der Roman mit einem absolut gelungenen Schreibstil. Wenige Dialoge unterstützen die bedrückende Stimmung, dazu berichtet die erzählende Stimme nicht nur von den Geschehnisse und Gedanken rund um Rensing, sondern beschreibt auch die Gefühlswelt der Tiere, die kurz vor der Schlachtung stehen. Dieser Erzählstil hat die Lektüre für mich zu einem intensiven Leseerlebnis gemacht.
Fazit: Ganz großes Highlight!