Ungeahnter Lebensweg

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"Ochsenkopf" von Manik Sarkar trägt auf dem Cover passend: einen Ochsenkopf.
Und wer bei Ochsenkopf sofort an Sturkopf denkt, springt schon mit einer passenden Erwartungshaltung in den Roman. Denn hier geht es um Rensing Junior. Er wächst in einer Metzger-Familie auf und hat daher schon einen vorbestimmten Weg den er auch bereitwillig einschlägt. Das tragikomische daran: er besitzt ein außergewöhnliches Talent das ihm die Fähigkeit gibt, schon zu sehen ob ein Tier zum schlachten taugt oder nicht. Leider zu seinem eigenen Leidwesen. Denn er lebt und arbeitet in einem Dorf in dem es an Feinschmeckern fehlt. Er kann noch so teure und hochwertige Tiere einkaufen und verarbeiten, seine Kunden danken es ihm nicht.

Der Roman hat mich positiv überrascht und ist tiefgründiger als man es am Anfang vermuten möchte. Besonders gut gefällt mir die Sprache, wenn zum Beispiel die Menschen "vertierlicht" werden und die Hände als Klauen bezeichnet werden. Zudem bietet der Roman den ein oder anderen Twist den man sich nicht zu wünschen vorgestellt hat.

Alles in Allem ein gelungener Roman der zum nachdenken anregt.