Ungewöhnlich und leicht verstörend

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evawey Avatar

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Das Cover mit dem gemalten Ochsenkopf finde ich sehr gelungen und es passt zu Titel und Geschichte.

Der Einstieg in das Buch ist schon sehr heftig und brutal. Wir begleiten den jungen Rensing, der als Kind schon viel Zeit in der familieneigenen Metzgerei verbringt. Er macht selbstverständlich eine Fleischerausbildung, er hat von klein auf schon ein Gespür für gutes Fleisch. Allerdings hat er es mit den Menschen nicht so ganz, durch seine Sturheit vergrault er diese zunehmends.

Bei Ochsenkopf handelt es sich um einen Roman über den Kampf eines einsamen Mannes gegen den Rest der Welt. Der Hauptprotagonist ist ein tragischer Charakter, der nicht so ganz in die Welt zu passen scheint. Alle Personen sind authentisch beschrieben und mir mehr oder weniger sympathisch. Der Schreibstil ist bildhaft sowie flüssig und lässt sich, trotz langer verschachtelter Sätze, gut lesen. Auch geht es in dem Buch um Qualitätsstandards für Fleisch, Fleischkonsum im Allgemeinen und Massentierhaltung, was zum Nachdenken anregt.

Fazit: Eine ungewöhnliche Geschichte mit Tiefgang, die durch die brutalen Elemente allerdings nicht für jeden etwas ist. Von mir eine Leseempfehlung!