Sprachlich schön - Story nicht ganz so überzeugend…

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achim Avatar

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Das Roman-Debut von Séan Hewitt ist in einer sehr schönen und poetischen Sprache geschrieben. Die Geschichte erzählt von dem 16jährigen James, der in einem kleinen Dorf Thornmere lebt. Zu seiner Familie gehören Mutter, Vater und der jüngere Bruder, der an epileptischen Anfällen leidet. James ist geoutet. Um die Familie zu unterstützen, hilft er dem Milchlieferanten beim täglichen Ausliefern der Milch. Dort trifft er auf Luke, einem Jungen aus prekären Verhältnissen, der für ein Jahr im Dorf lebt. Er entwickelt nach Luke, die zwischen beiden unausgesprochen bleibt. Beginn und Ende der Story sind eingebettet in eine Zeitblende von 20 Jahren. Der Autor beschreibt sehr schön und poetisch, bisweilen melancholisch, die inneren Sehnsüchte von James. Leider fehlt es der Geschichte ein wenig an Tiefgang. Sie ist sehr nett zu lesen und man bleibt auch dabei, aber meiner Meinung nach halt die Geschichte nicht nach. Von mir daher 3 Sterne mit leichter Tendenz zu 4 Sternen, da die Sprache sehr schön ist.