Einfühlsame Sports Romance

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jackolino Avatar

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Bei „One Date to Gold“ haben wir es mit einer Sports Romance zu tun. Die Olympischen Winterspiele finden 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo statt. Diejenigen, die dort teilnehmen, haben es weit gebracht. Amie wurde nachnominiert und damit geht ein Traum von ihr in Erfüllung. Sie ist Snowboarderin und tritt für die Vereinigten Staaten an.

Eine ihrer ersten Begegnungen in Mailand verläuft nicht gerade glatt. Einer der Hockeyspieler trifft sie mit seinem Hockeyschläger, sie revanchiert sich mit einem Gegenschlag. So lernt sie Hunter kennen, den Captain des nationalen Eishockeyteams der USA und eine Legende seiner Mannschaft. Er ist so bekannt, dass sich Menschentrauben bilden, sobald er irgendwo auftaucht. Die Presse ist ihm ständig auf den Fersen.

Hunter kämpft mit seinem schlechten Ruf und zunächst hat Amie auch tatsächlich den Eindruck, dass er diesen Ruf verdient.

So toll die Zusammenkunft von jungen Menschen aus aller Welt auch ist, so ist Olympia doch auch ein Haifischbecken. Jeder will der beste sein, will seine jahrelange Aufopferung für den Sport in einer Medaille belohnt sehen. Als Amie in den Focus der Medien gerät, bietet ihr Hunter an, die Presse für sie zu übernehmen, wenn sie sich als seine Fake-Freundin ausgibt.

Amie stimmt zu, sie ist sich mittlerweile bereits der Tatsache bewusst, dass Hunter Eindruck auf sie gemacht hat. Hunter geht es sehr ähnlich und so spielen sie zunächst einmal der Öffentlichkeit vor, ein Paar zu sein, nähern sich aber auch hinter den Kulissen immer deutlicher einander an.

Einmal abgesehen von der Liebesgeschichte der beiden fand ich es interessant, Einblicke in den Olympia-Betrieb zu erhalten. Vor allem habe ich einiges über das Snowboarding gelernt.

Es war interessant, dem Hockey-Team dabei zuzusehen, wie es langsam von Einzelspielern zu einem Team wurde. Wir kennen das von Fußballmeisterschaften, wo es dem Bundestrainer obliegt, aus den Spielern ganz unterschiedlicher Vereine eine harmonische Mannschaft zu machen, die füreinander einsteht.

Das eigentliche Thema war aber die Wiedererlangung von Selbstvertrauen, wenn es einmal gründlich zerstört worden ist. Die schlechten Erfahrungen an einem Sport College hatten Spuren bei Amie hinterlassen und es hatte lange gedauert, bis sie sich wieder auf ihren Sport konzentrieren konnte. Erst Hunter gelingt es sehr einfühlsam, sie zu ihrem alten Selbst zurückzuführen. Eingebettet in die Liebesgeschichte der beiden findet Amie wieder Zutrauen zu sich selbst und Hunter kann endlich seine Maske ablegen und zeigen, dass Empathie kein Fremdwort für ihn ist.

Optisch ist das Buch ein Hingucker. Der zartlila Farbschnitt hat mir gut gefallen, der Farbschnitt nimmt die verschneite Bergwelt auf, ihn zieren Gipfel und Schneeflocken.
Parallel zu der tatsächlich in Mailand und Cortina d'Ampezzo 2026 stattfindenden Winterolympiade dürfte das Buch für Freunde von romantischer Literatur eine sehr passende Lektüre werden.