Fake-Dating mit tollem Setting

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leben_zwischen_zeilen93 Avatar

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Optisch fällt das Buch nicht direkt ins Auge, sondern reiht sich in die zurzeit typischen Cover ein. Dafür ist der Farbschnitt mit der Schneelandschaft ein absoluter Hingucker.

Wir begleiten Amie und Hunter bei den Olympischen Spielen, wo sich die beiden auf ein Fake-Dating einlassen. Ich mochte den Schreibstil und auch die Dynamik zwischen ihnen, aber mir fehlte es an einigen Stellen dann doch an Tiefe in den Dialogen. Amie ist zielstrebig, hadert aber auch mit ihrer Vergangenheit, die sie fast ihre Karriere gekostet hätte.

Hunter ist der Kapitän der Eishockey-Mannschaft und hat nach außen ein Playboy-Image. Er verschließt sein eigentliches Wesen vor der Außenwelt und hat Probleme mit zwischenmenschlichen Beziehungen. Gerade wenn es um die Bindung zum Team geht, ist hier noch viel Luft nach oben.

Während der Fake-Beziehung kommen die beiden sich näher und helfen einander, wieder zu ihrem alten Ich zurückzufinden. Es ist eine süße Story, aber wie bereits erwähnt, fehlte es dann doch an ein paar Stellen an Tiefe.

Das Setting rund um die Olympischen Winterspiele 2026 hat mir richtig gut gefallen, aber hier gab es ein paar Punkte, die mir nach dem Lesen aufgefallen sind. Amie muss sich ja für Olympia qualifiziert haben, dadurch müsste sie doch ihre Konkurrenz kennen. Oft war sie verwundert, Sportlerinnen aus ihrer Vergangenheit zu treffen. Das war für mich nicht realistisch. Zudem scheint es so, als ob sie trainieren könnte, wann sie möchte. Das wird auch nicht der Fall sein, sondern es wird strenge Zeitpläne für die Pisten geben. Zudem kann ich mir auch nicht vorstellen, dass Sportler, nur weil sie berühmte Stars sind, überall hin dürfen – sowie Hunter. Diese Punkte haben meinen Lesefluss nicht gestört, aber im Nachhinein stolpert man dann doch darüber.

Die Story ist für alle, die den Trope mögen, trotzdem sehr zu empfehlen.