Fake Dating mit winterlichen Olympia Vibes
„One Date to Gold“ von Ivy Leagh ist eine atmosphärische Sportromance mit jede Menge Wintervibes und einem guten Anteil Spice.
Für Snowboarderin Amie geht der Traum von Olympia in Erfüllung. Doch ihre noch junge vielversprechende Karriere steht nach einem internen Skandal bereits ziemlich auf der Kippe und nun sorgt auch noch der attraktive Käpitän des US-Eishockey Teams unfreiwillig dafür, dass Amie im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses steht. Als der selbstbewusste Hunter ihr – in beiderseitigem Interesse – einen Fake-Dating-Deal anbietet, klingt es nach einer Win-win-Situation. Während Amie das Image des selbstverliebten Frauenbildes aufpolieren soll, hält er ihr die Presse vom Hals. Eigentlich eine sinnvolle Lösung, doch die Spannung zwischen dem ungleichen Fake-Paar wird immer unerträglicher und in all dem Trubel warten ja auch noch die sportlichen Wettkämpfe.
Das Cover ist fliederfarben gehalten und zeigt die beiden Protagonisten mit ihren Sportgeräten, allerdings ohne Gesicht. Ganz besonders ins Auge sticht aber der wunderschöne Farbschnitt, mit der winterlichen Berglandschaft.
In den Tropes Fake-Dating und Enemies-to-Lovers trifft in dieser Sports-Romance unter Wintersportvibes Humor auf Spice, lenkt das Augenmerk des Lesers aber auch auf tiefergehende Themen wie den immensen Erwartungsdruck dem die Sportler ausgesetzt sind. Besonders gefangen genommen hat mich die von Ivy Leagh ausgesprochen bildhaft beschriebene und authentisch wirkende olympische Atmosphäre, die mir fast das Gefühl vermittelt mitten drin zu sein – ein wirklich tolles Setting, das Vorfreude auf die diesjährigen Winterspiele hervorruft. Auch der Druck, der durch eigene Erwartungen, Erwartungen von Familie, Freunden, Sponsoren, der ganzen Nation und den eigenen Trainern, sowie durch die dauerhafte mediale Präsenz auf den Sportlern lastet und nicht spurlos an ihnen vorüberzieht, ist meiner Meinung nach herausragend beschrieben. Durch den Kampf um die Medaillen bleibt diese Sportromance bis zum Schluss spannend und endet in einem interessanten und nachvollziehbar erscheinenden Epilog, der zwei Jahre nach den Spielen in Cortina d’Ampezzo spielt. So atmosphärisch das Buch ist, hat es doch auch kleinere Schwachstellen. Zeitweise wirkt es auf mich ein wenig langatmig und gerade die zahlreichen spicy moments passen für mich nur bedingt in das Bild zweier disziplinierter Profisportler, deren Fokus bei den olympischen Spielen eigentlich woanders liegen sollte.
Die Protagonisten haben beide mit ihren inneren Dämonen zu kämpfen, dabei aber gelernt nach außen hin eine gute Miene zu machen. Durchaus vorhandene charakterliche Schwachpunkte lassen sie sehr menschlich erscheinen. Beide profitieren voneinander und können sich im Lauf des Romans vor allem emotional deutlich entwickeln, obwohl nur wenige ihrer Dialoge wirkliche Tiefe erreichen. Phasenweise hatte ich beim Lesen auch den Eindruck, dass Hunter für Amie einen Psychologen ersetzen möchte. Einfühlungsvermögen gut und schön, hier wird es allerdings ein wenig überzogen. Trotzdem ist er mit seinem Beschützersyndrom und dem Bedürfnis nach Ordnung und Struktur für mich die sympathischere Figur.
Insgesamt ist „One Date to Gold“ eine sehr atmosphärische winterliche Sports-Romance, die ihre Leser im Setting der olympischen Spiele 2026 mitfiebern lässt – nicht nur in sportlicher Hinsicht. Vor allem Freunde der Tropes Fake-Dates und Enemies-to-Lovers, sowie (Winter)Sportfans kommen bei diesem schön aufgemachten Roman auf ihre Kosten.
Für Snowboarderin Amie geht der Traum von Olympia in Erfüllung. Doch ihre noch junge vielversprechende Karriere steht nach einem internen Skandal bereits ziemlich auf der Kippe und nun sorgt auch noch der attraktive Käpitän des US-Eishockey Teams unfreiwillig dafür, dass Amie im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses steht. Als der selbstbewusste Hunter ihr – in beiderseitigem Interesse – einen Fake-Dating-Deal anbietet, klingt es nach einer Win-win-Situation. Während Amie das Image des selbstverliebten Frauenbildes aufpolieren soll, hält er ihr die Presse vom Hals. Eigentlich eine sinnvolle Lösung, doch die Spannung zwischen dem ungleichen Fake-Paar wird immer unerträglicher und in all dem Trubel warten ja auch noch die sportlichen Wettkämpfe.
Das Cover ist fliederfarben gehalten und zeigt die beiden Protagonisten mit ihren Sportgeräten, allerdings ohne Gesicht. Ganz besonders ins Auge sticht aber der wunderschöne Farbschnitt, mit der winterlichen Berglandschaft.
In den Tropes Fake-Dating und Enemies-to-Lovers trifft in dieser Sports-Romance unter Wintersportvibes Humor auf Spice, lenkt das Augenmerk des Lesers aber auch auf tiefergehende Themen wie den immensen Erwartungsdruck dem die Sportler ausgesetzt sind. Besonders gefangen genommen hat mich die von Ivy Leagh ausgesprochen bildhaft beschriebene und authentisch wirkende olympische Atmosphäre, die mir fast das Gefühl vermittelt mitten drin zu sein – ein wirklich tolles Setting, das Vorfreude auf die diesjährigen Winterspiele hervorruft. Auch der Druck, der durch eigene Erwartungen, Erwartungen von Familie, Freunden, Sponsoren, der ganzen Nation und den eigenen Trainern, sowie durch die dauerhafte mediale Präsenz auf den Sportlern lastet und nicht spurlos an ihnen vorüberzieht, ist meiner Meinung nach herausragend beschrieben. Durch den Kampf um die Medaillen bleibt diese Sportromance bis zum Schluss spannend und endet in einem interessanten und nachvollziehbar erscheinenden Epilog, der zwei Jahre nach den Spielen in Cortina d’Ampezzo spielt. So atmosphärisch das Buch ist, hat es doch auch kleinere Schwachstellen. Zeitweise wirkt es auf mich ein wenig langatmig und gerade die zahlreichen spicy moments passen für mich nur bedingt in das Bild zweier disziplinierter Profisportler, deren Fokus bei den olympischen Spielen eigentlich woanders liegen sollte.
Die Protagonisten haben beide mit ihren inneren Dämonen zu kämpfen, dabei aber gelernt nach außen hin eine gute Miene zu machen. Durchaus vorhandene charakterliche Schwachpunkte lassen sie sehr menschlich erscheinen. Beide profitieren voneinander und können sich im Lauf des Romans vor allem emotional deutlich entwickeln, obwohl nur wenige ihrer Dialoge wirkliche Tiefe erreichen. Phasenweise hatte ich beim Lesen auch den Eindruck, dass Hunter für Amie einen Psychologen ersetzen möchte. Einfühlungsvermögen gut und schön, hier wird es allerdings ein wenig überzogen. Trotzdem ist er mit seinem Beschützersyndrom und dem Bedürfnis nach Ordnung und Struktur für mich die sympathischere Figur.
Insgesamt ist „One Date to Gold“ eine sehr atmosphärische winterliche Sports-Romance, die ihre Leser im Setting der olympischen Spiele 2026 mitfiebern lässt – nicht nur in sportlicher Hinsicht. Vor allem Freunde der Tropes Fake-Dates und Enemies-to-Lovers, sowie (Winter)Sportfans kommen bei diesem schön aufgemachten Roman auf ihre Kosten.