Gold und Spice

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kgranger Avatar

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One Date to Gold von Ivy Leagh hat mich positiv überrascht, vor allem weil mich das Thema Olympia normalerweise gar nicht so sehr interessiert. Hier hat es aber richtig gut funktioniert: die winterliche Atmosphäre, das olympische Dorf, der Druck der Wettkämpfe und das Gefühl, dass jede Entscheidung über Sieg oder Niederlage entscheiden kann, haben mich schnell in die Geschichte hineingezogen.

Im Mittelpunkt steht Amie, die sich endlich ihren Traum vom olympischen Gold erfüllen will. Als ihre größte Konkurrentin ausfällt, steht sie plötzlich im Rampenlicht – und genau damit hat sie große Probleme. Hilfe bekommt sie ausgerechnet vom grumpy Eishockeykapitän des US-Teams, der dringend sein Image aufpolieren muss. Der Deal: Fake-Dating gegen Ruhe vor der Presse. Natürlich klappt das mit der emotionalen Distanz nicht lange, vor allem nicht, wenn man sich ständig über den Weg läuft, aneinandergerät und ein Chalet (mit nur einem Bett, natürlich) teilt.

Das Fake-Dating-Trope, die Gegensätze zwischen den Figuren und das sportliche Setting haben mir wirklich gut gefallen. Die Dynamik zwischen Amie und dem Eishockeyspieler ist unterhaltsam, ihre Wortgefechte machen Spaß, und die olympische Kulisse bringt frischen Wind in die Romance.

Was mir allerdings weniger gefallen hat, waren die vielen spicy Szenen – davon gab es für meinen Geschmack einfach zu viele, und sie haben die eigentliche Geschichte manchmal etwas ausgebremst. Das ist natürlich Geschmackssache, aber ich hätte mir mehr Fokus auf den Sport und die persönliche Entwicklung der Figuren gewünscht.

Trotzdem ist One Date to Gold ein unterhaltsamer, winterlicher Romance-Roman mit einem schönen Setting und einer süßen Fake-Dating-Story. Für mich gute 4 Sterne – mit etwas weniger Spice wäre es sogar noch besser gewesen.