Olympia als Fake-Kulisse

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amelien Avatar

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Für mich wars das leider nicht. Ich hatte richtig Lust auf eine Eishockeyromance. Die Themen klangen auch wirklich einladend. Olympia, Snowboard, Eishockey, Fake Dating… Alles Aspekte für viel Spannung und Gefühl. Ich habe mich wirklich auf das Setting gefreut.

Die Geschichte hat sich für mich unglaublich gezogen. Es wird viel erklärt, viel aufgebaut, aber ohne, dass dabei wirklich etwas entsteht. Ich hatte ständig das Gefühl, dass sich alles im Kreis dreht und einfach nicht vorankommt. Statt neugierig zu machen, hat es mich eher müde gemacht. Ich wurde null in die Geschichte gesogen. Es war alles so oberflächlich.
Auch Amie und Hunter konnten mich nicht wirklich erreichen. Ich habe verstanden, was ihre Probleme sind, was sie geprägt hat, aber es kam einfach nicht bei mir an. Es blieb alles so seltsam distanziert. Als würde man ihnen zusehen, aber nie wirklich bei ihnen sein. Keine Tension. Dabei ist das in so einem Buch ein wichtiger Ankerpunkt.
Gerade bei einer Fake Dating Geschichte erwarte ich dieses langsame Kippen. Dieses Gefühl, dass da plötzlich mehr ist als gespielt. Aber hier wurde mir das eher erzählt als gezeigt.
Am meisten enttäuscht hat mich fast das Setting. Olympia hat so viel Potenzial. Druck, Emotionen, dieser Ausnahmezustand. Olympia nur als Randnotiz. Leider war das Setting aber mehr ein Hintergrundrauschen und nicht eine tragende Säule der Geschichte.

Fazit für mich: Eine Geschichte mit schöner Idee, die mich aber überhaupt nicht berührt hat. Zu langatmig, zu wenig Gefühl, zu wenig von allem, was ich mir erhofft hatte. Leider ziemlich belanglos.

2,5 ⭐️