Wohlfühlen in winterlicher Atmosphäre

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One Date to Gold von Ivy Leagh ist ein in allen Aspekten gelungenes Buch. Es ist geeignet, wenn man mit einem Wohlfühlbuch abschalten will ohne sich ständig über die Hauptfiguren aufregen zu müssen.
Zunächst fällt die optische Gestaltung auf. Das Cover und der Buchschnitt spiegeln auf den ersten Blick nur die allgemeinen Inhalte wider, wodurch mir am Anfang hauptsächlich der Buchschnitt sehr gut gefallen hat. Mit Kenntnis der Geschichte verändert und intensiviert sich die Wahrnehmung jedoch nochmal (wie das lavendelfarbene Cover).
Sowohl die Charaktere als auch das Setting sind äußerst liebevoll präsentiert. Man kann sich das olympische Dorf aufgrund der detaillierten Beschreibungen quasi bildlich vorstellen. Hunter und Amie haben beide mit Ereignissen aus ihrer Vergangenheit zu kämpfen, tun das aber auf sehr unterschiedliche Arten. Gerade dadurch ergänzen sie sich so gut und können einander wirklich helfen. Dabei wächst besonders Amie über sich hinaus während die Entwicklung bei Hunter etwas dezenter ist.
Besonders gut hat mir gefallen, dass es kein unnötiges Drama zwischen Amie und Hunter gibt, sondern ihre Beziehung auf tiefem Vertrauen beruht. Statt Geheimnisse oder traumatische Erlebnisse ewig mit sich herum zu tragen bis es zu spät ist, werden sie rechtzeitig angesprochen und stärken die Verbindung nur noch weiter. Dazu trägt auch bei, dass die Reaktionen der beiden stets verständnisvoll sind und nicht beim kleinsten Anlass ein Streit vom Zaun gebrochen wird, wie es ja in anderen Büchern durchaus mal üblich ist.