Zwischen Olympia und Gefühlen
Amie hätte niemals damit gerechnet, dass eine einzige Begegnung ihr Leben so durcheinanderbringen würde. Eigentlich ist es nur ein spontanes Aufeinandertreffen, doch der Mann, der sie anrempelt, ist ausgerechnet Hunter, ein erfolgreicher Profisportler, der nicht nur körperlich, sondern auch mental unter enormem Druck steht. Während Hunter gewohnt ist, auf Höchstleistung zu funktionieren und in der Öffentlichkeit zu stehen, versucht Amie, mit ihren eigenen inneren Belastungen und Unsicherheiten zurechtzukommen. Was als einmaliges Treffen gedacht war, entwickelt sich zu einer wiederkehrenden Begegnung, bei der beide feststellen, dass Gefühle sich nicht einfach planen oder kontrollieren lassen. Zwischen Trainingseinheiten, sportlichen Ambitionen und privaten Rückzugsorten stellt sich zunehmend die Frage, ob mehr entstehen kann oder ob die persönlichen Grenzen und inneren Konflikte zu groß sind.
Für mich war "One Date to Gold" der erste Roman der Autorin. Allerdings habe ich schon viel von ihr und ihren Büchern gehört, weswegen ich sehr gespannt auf das Buch war und ich wurde am Ende auch nicht enttäuscht.
Der Schreibstil von Ivy Leagh ist flüssig, modern und sehr dialoglastig, was die Geschichte insgesamt leicht zugänglich und angenehm zu lesen macht. Besonders gut gefallen hat mir, dass Gefühle und Gedanken der Figuren klar und nachvollziehbar vermittelt werden, ohne dabei ständig ins Erklärende abzurutschen. Dadurch entsteht schnell Nähe zu den Charakteren.
Die Atmosphäre des Romans ist für mich einer der größten Pluspunkte. Das Setting ist ein absoluter Traum: Der sportliche Hintergrund – Trainingsalltag, Teamdynamik, Leistungsdruck und Öffentlichkeit – ist meiner Meinung nach sehr gut ausgearbeitet und wirkt durchweg glaubwürdig. Man merkt, dass hier nicht nur eine Liebesgeschichte erzählt wird, sondern dass der Sport ein zentraler Bestandteil von Hunters und Amies Identität ist und realistische Auswirkungen auf ihre Privatleben hat.
Die Hauptcharaktere, Hunter und Amie, mochte ich beide sehr. Sie sind sympathisch, aber eben nicht glatt oder perfekt. Beide bringen ihre ganz eigenen Schwächen, Unsicherheiten und inneren Probleme mit, die sie sichtbar belasten. Gerade das hat sie für mich authentisch und realistisch gemacht. Ihre Beziehung empfand ich als glaubwürdig aufgebaut, und auch die Entwicklung zwischen ihnen wirkte stimmig: nicht überhastet emotional, sondern nachvollziehbar wachsend, trotz der starken Anziehung von Beginn an.
Ein Punkt, der mich allerdings gestört hat, waren die Sexszenen und sexuellen Anspielungen. Sie waren mir persönlich zu derb, zu präsent und vor allem zu früh. Die beiden Charaktere begegnen sich gerade zum zweiten Mal und haben direkt sehr explizite Fantasien mit ziemlich drastischen Ausdrücken. Das war einfach nicht mein Geschmack. Auch später im Verlauf des Buches waren mir die Sexszenen insgesamt zu viel. Das hat meinen Lesefluss stellenweise gebremst, auch wenn ich weiß, dass das für andere Leser*innen durchaus ein Pluspunkt sein kann.
Sehr positiv hervorheben möchte ich jedoch die Nebencharaktere. Hunters Mannschaftskollegen sowie Evie – seine Schwester und gleichzeitig eine gute Freundin von Amie – waren durchweg sympathisch und haben die Handlung deutlich lebendiger gemacht. Sie sorgen für Dynamik, Humor und Erdung und verhindern, dass sich alles nur um das Paar dreht. Dadurch wirkt die Geschichte insgesamt realistischer und sozial eingebettet.
Besonders gefallen hat mir außerdem, dass am Ende kein unnötig aufgebauschtes, künstliches Drama konstruiert wird. Ja, es gibt Konflikte, aber sie werden gemeinsam angegangen. Niemand läuft kopflos davon, niemand schweigt wochenlang ohne Grund. Die Figuren kommunizieren, ringen miteinander und wachsen daran. Das empfand ich als sehr wohltuend und reif.
Mein persönliches Highlight war jedoch der Epilog. Die psychischen Probleme und Belastungen werden darin erstaunlich realistisch dargestellt. Es wird klar: Nur weil man jemanden liebt oder geliebt wird, ist nicht plötzlich alles perfekt. Heilung braucht Zeit, Geduld und bringt auch Rückschläge mit sich. Genau diese Ehrlichkeit hat mich sehr berührt. Es ist eben nicht Friede-Freude-Eierkuchen, sondern ein realistischer Weg der Heilung und das fand ich wirklich stark.
Fazit
Insgesamt hat mir "One Date to Gold" von Ivy Leagh trotz meiner Kritikpunkte gut gefallen. Wer über explizite Szenen hinwegsehen kann oder diese sogar schätzt, bekommt eine emotionale, authentische Liebesgeschichte mit tollem Setting, glaubwürdigen Figuren und einer erfreulich bodenständigen Auflösung.
Für mich war "One Date to Gold" der erste Roman der Autorin. Allerdings habe ich schon viel von ihr und ihren Büchern gehört, weswegen ich sehr gespannt auf das Buch war und ich wurde am Ende auch nicht enttäuscht.
Der Schreibstil von Ivy Leagh ist flüssig, modern und sehr dialoglastig, was die Geschichte insgesamt leicht zugänglich und angenehm zu lesen macht. Besonders gut gefallen hat mir, dass Gefühle und Gedanken der Figuren klar und nachvollziehbar vermittelt werden, ohne dabei ständig ins Erklärende abzurutschen. Dadurch entsteht schnell Nähe zu den Charakteren.
Die Atmosphäre des Romans ist für mich einer der größten Pluspunkte. Das Setting ist ein absoluter Traum: Der sportliche Hintergrund – Trainingsalltag, Teamdynamik, Leistungsdruck und Öffentlichkeit – ist meiner Meinung nach sehr gut ausgearbeitet und wirkt durchweg glaubwürdig. Man merkt, dass hier nicht nur eine Liebesgeschichte erzählt wird, sondern dass der Sport ein zentraler Bestandteil von Hunters und Amies Identität ist und realistische Auswirkungen auf ihre Privatleben hat.
Die Hauptcharaktere, Hunter und Amie, mochte ich beide sehr. Sie sind sympathisch, aber eben nicht glatt oder perfekt. Beide bringen ihre ganz eigenen Schwächen, Unsicherheiten und inneren Probleme mit, die sie sichtbar belasten. Gerade das hat sie für mich authentisch und realistisch gemacht. Ihre Beziehung empfand ich als glaubwürdig aufgebaut, und auch die Entwicklung zwischen ihnen wirkte stimmig: nicht überhastet emotional, sondern nachvollziehbar wachsend, trotz der starken Anziehung von Beginn an.
Ein Punkt, der mich allerdings gestört hat, waren die Sexszenen und sexuellen Anspielungen. Sie waren mir persönlich zu derb, zu präsent und vor allem zu früh. Die beiden Charaktere begegnen sich gerade zum zweiten Mal und haben direkt sehr explizite Fantasien mit ziemlich drastischen Ausdrücken. Das war einfach nicht mein Geschmack. Auch später im Verlauf des Buches waren mir die Sexszenen insgesamt zu viel. Das hat meinen Lesefluss stellenweise gebremst, auch wenn ich weiß, dass das für andere Leser*innen durchaus ein Pluspunkt sein kann.
Sehr positiv hervorheben möchte ich jedoch die Nebencharaktere. Hunters Mannschaftskollegen sowie Evie – seine Schwester und gleichzeitig eine gute Freundin von Amie – waren durchweg sympathisch und haben die Handlung deutlich lebendiger gemacht. Sie sorgen für Dynamik, Humor und Erdung und verhindern, dass sich alles nur um das Paar dreht. Dadurch wirkt die Geschichte insgesamt realistischer und sozial eingebettet.
Besonders gefallen hat mir außerdem, dass am Ende kein unnötig aufgebauschtes, künstliches Drama konstruiert wird. Ja, es gibt Konflikte, aber sie werden gemeinsam angegangen. Niemand läuft kopflos davon, niemand schweigt wochenlang ohne Grund. Die Figuren kommunizieren, ringen miteinander und wachsen daran. Das empfand ich als sehr wohltuend und reif.
Mein persönliches Highlight war jedoch der Epilog. Die psychischen Probleme und Belastungen werden darin erstaunlich realistisch dargestellt. Es wird klar: Nur weil man jemanden liebt oder geliebt wird, ist nicht plötzlich alles perfekt. Heilung braucht Zeit, Geduld und bringt auch Rückschläge mit sich. Genau diese Ehrlichkeit hat mich sehr berührt. Es ist eben nicht Friede-Freude-Eierkuchen, sondern ein realistischer Weg der Heilung und das fand ich wirklich stark.
Fazit
Insgesamt hat mir "One Date to Gold" von Ivy Leagh trotz meiner Kritikpunkte gut gefallen. Wer über explizite Szenen hinwegsehen kann oder diese sogar schätzt, bekommt eine emotionale, authentische Liebesgeschichte mit tollem Setting, glaubwürdigen Figuren und einer erfreulich bodenständigen Auflösung.