Mit Otto nach England: Ein buntes Bilderbuch-Abenteuer für Weltentdecker

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Das Buch wirkt wie ein herrlich verspieltes Sommerferien-Abenteuer, das sofort Lust auf den nächsten Roadtrip macht. Der erste Eindruck vom Cover und den Illustrationen von Stefanie Reich ist bezaubernd und versprüht einen authentischen „Vanlife-Charme“, der perfekt zu der Geschichte passt. Besonders Otto, der „lebendige Zauberbus“, ist als Hauptcharakter extrem sympathisch; die Stelle, an der er vor der ersten Zugfahrt durch den Eurotunnel zittert und von Arthur getröstet wird, macht ihn sehr nahbar. Die Dynamik zwischen den Geschwistern Freda und Arthur sowie ihrem Papa Martin wirkt herzlich und modern, da auch thematisiert wird, dass die Eltern getrennt sind und daher nur der Vater mitreist.
Der Schreibstil von Madlen Ottenschläger ist lebendig und voller amüsanter Details, wie etwa der Liste aus „hunderttausend Socken“ und „einer Million Unterhosen“ oder den typisch deutschen Leckereien wie Maultaschen und Brezeln, die als Gastgeschenke für Aunt Lissy eingepackt werden. Der Spannungsaufbau gelingt in der Leseprobe hervorragend, da die Reisegruppe in London sofort auf Sherlock Holmes trifft und in einen Kriminalfall um verschwundene Kekse im Buckingham Palace verwickelt wird. Von der weiteren Geschichte erwarte ich eine kindgerechte Vermittlung englischer Highlights wie der Tower Bridge oder dem Sherwood Forest sowie viele witzige Begegnungen. Ich würde das Buch gerne weiterlesen, weil es eine perfekte Mischung aus Reiselust, Fantasie und einer Prise Detektiv-Spannung für kleine Entdecker bietet.