Eine rasante Reise
Der Bus Otto ist einfach toll. Bisher sind wir immer voller Freude mit ihm auf Abenteuerreise gegangen und haben auf spielerische Weise Neues über Länder und Städte erfahren. Die Informationen waren schon immer sehr knapp und bisweilen etwas klischeehaft, trotzdem wurden die Reisen gespannt verfolgt. Dieses Mal geht es nach England und die Reise nimmt rasant an Fahrt auf. Wie gerne hätten die jungen Leser Genaueres über die Wahrzeichen Londons, den BigBen oder das Golden Eye erfahren. Doch leider gibt es nur einen kurzen Anriss über die TowerBridge - weshalb hier mehrere Liebespaare stehen müssen und man Otto kaum sieht, haben wir nicht verstanden - und weitere Sehenswürdigkeiten werden nur mit einem Foto gezeigt. Fast schon makaber ist die Tatsache, dass einer der Corgies der verstorbenen Queen ihrem Abbild in Madame Tussaud's täglich Kekse vorbeibringt. Einen Wissenszuwachs brachte uns das nicht. Weiter geht es zu Stonehenge, was wieder sehr schön und einprägsam erzählt ist. Im Sherwood Forest gibt es eine winzige Erklärung zu Robin Hood. Doch wo ist er nur? "Was kannst du alles im Sherwood Forest erkennen?", heißt es da. Die jungen Leser wollten natürlich ihren Helden entdecken, doch außer Eichhörnchen und Vögeln war da leider nichts. Es soll aber nun noch gesagt werden, dass die Illustrationen trotzdem wie immer sehr ansprechend gestaltet sind und wir beim Lesen einen netten Zeitvertreib hatten. So überzeugend wie die ersten Bände ist Ottos Reise durch England aber nicht.