Danehof

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Interregnum - Zwischenherrschaft. Ein politisch sehr gut durchdachter Thriller, bei dem es nicht um sinnloses Töten geht, sondern eben stark motiviert und professionell über Machtgefüge geordert. Danehof, ein Geheimbund, er seit Jahren nicht mehr existiert, wird wieder zum Leben erweckt. Einer der führenden Kräfte, ein Generalstaatsanwalt, wird ertrunken in einem See aufgefunden, ermordet. Gleichzeitig werden auch zwei chinesische IT-Studenten ermordet, zwei weitere sind auf der Flucht und man trachtet ihnen nach dem Leben. Der Geheimdienstchef Mossmann, der vorübergehend diesen Posten wieder aufnehmen muß, bittet seine beiden besten Agenten Franck und Oxen, diesen Fall zu übernehmen. Doch nach und nach stechen sie in ein Wespennetz mit einer unbandigen Kettenreaktion und einige politische Köpfe sind mit involviert. Was hat die Justizministerin in diesem dubiosen Spiel zu tun? Dies ist der siebte Teil in der Oxen-Reihe. Allerdings liest sich das Buch nicht leicht, man braucht seine volle Konzentration, um diesen Machtkämpfen folgen zu können. Es ist sehr schwer zu unterscheiden, wer für welche Seite sich einsetzt. Der Autor schreibt seine Kapitel kühl und präzise, er braucht kein Wortgeplänkel, seine Ausdrucksweise ist anspruchsvoll und teilweise emotionslos. Franck und Oxen sind keine Superhelden und haben beide mir ihren persönlichen Problemen zu kämpfen, insbesondere Oxens Sohn wurde bei einem Überfall sehr schwer verletzt. Bis zum Schluß bleibt die Spannung aufrechterhalten und man sieht sich in die Intrigen und Machtkämpfe mit verwickelt. Auch das Cover sieht sehr bedrohlich aus, schwarz mit flammender roter Schrift und einem alten Gemäuer. Eine Unterhaltung der Spitzenklasse.