Mehr Geduld

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harakiri Avatar

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„Mehr Geduld“
Mit diesem kleinen Zitat beginne ich meine Rezension zu Oxen – Interregnum. Geduld braucht es aber in diesem Band auf keinen Fall. Denn die Handlung startet dramatisch, bleibt dramatisch und endet dramatisch. Und spannend.
Die Story beginnt mit dem Mord an einem Politiker und fast zeitgleich werden zwei IT-Studenten ermordet. Diese beiden Stränge laufen parallel ab und sorgen durch den Wechsel zusätzlich für Spannung. Irgendwann laufen diese beiden Stränge zusammen und führen unweigerlich zum Showdown.
Jensens Charaktere sind wieder überaus klug gezeichnet. Hier sticht vor allem Dajana Djovic hervor – die hat mir persönlich sehr gut gefallen. Und auch Oxens persönlichen Kampf fand ich mehr als klasse gemacht. Mossmann, Franck und Oxen sind einfach ein unschlagbares Team. Und das müssen sie auch sein, wenn sie die Neubildung des Danehofs verhindern wollen. Schwierig nur, wenn einem ein scheinbar übermächtiger Gegner gegenübersteht. Und gerade das macht die Spannung und die Dramatik der Handlung aus. Auch wenn die Handlung teilweise auf der Stelle trat und minimale Längen hatte, konnte sie mich voll überzeugen und mitreißen.
115 Kapitel, fast 600 Seiten und ein Schreibstil, der das Wort „Hut ab“ mehr als verdient.
Fazit: Interregnum ist ein Buch, das man nicht zur Seite legen kann. Mit jeder Seite hofft man, bald das Ende zu erreichen, um zu erfahren, wie es ausgeht, ist aber dennoch mit jeder Seite traurig, dass das Buch bald endet.