Eine packende Reise durch die Gezeiten der Geschichte.
Die bereitgestellte Leseprobe zu "Ozean" von Katharina Höftmann ist ein tief berührende, historische Erzählung.
Der Einstieg führt uns mitten in das Jahr 1932, wo der unbändige Lebenshunger zweier junger Frauen spürbar wird. Friedchen und Paula schließen in den lebendigen Nächten Berlins eine Freundschaft, die eigentlich für die Ewigkeit bestimmt zu sein scheint.
Die Autorin zeichnet ihre Figuren mit einer bemerkenswert klaren, feinfühligen und dennoch schnörkellosen Sprache. Durch diesen nahbaren Stil gewinnen die Protagonistinnen eine greifbare Lebendigkeit. Doch über der anfänglichen Leichtigkeit der Jugend schwebt von Beginn an eine spürbare, bedrohliche Finsternis.
Die historische Zäsur bricht erbarmungslos herein, als Hitler an die Macht kommt und sich Paulas jüdische Identität zur existenziellen Gefahr wandelt. Katharina Höftmann gelingt es meisterhaft, die aufkeimende Angst und die düsteren gesellschaftlichen Veränderungen atmosphärisch dicht einzufangen.
Der Text schont das Lesepublikum nicht, sondern transportiert die Melancholie einer zerrissenen Epoche mit großer emotionaler Tiefe. Man spürt intuitiv, dass der Titel symbolisch für die gewaltigen, unberechenbaren Distanzen und Erschütterungen steht, die das Leben dieser Charaktere formen werden.
Der Diogenes Verlag hat hier zweifellos ein literarisches Highlight im Programm, das perfekt für lange Leseabende geeignet ist.
Der Einstieg führt uns mitten in das Jahr 1932, wo der unbändige Lebenshunger zweier junger Frauen spürbar wird. Friedchen und Paula schließen in den lebendigen Nächten Berlins eine Freundschaft, die eigentlich für die Ewigkeit bestimmt zu sein scheint.
Die Autorin zeichnet ihre Figuren mit einer bemerkenswert klaren, feinfühligen und dennoch schnörkellosen Sprache. Durch diesen nahbaren Stil gewinnen die Protagonistinnen eine greifbare Lebendigkeit. Doch über der anfänglichen Leichtigkeit der Jugend schwebt von Beginn an eine spürbare, bedrohliche Finsternis.
Die historische Zäsur bricht erbarmungslos herein, als Hitler an die Macht kommt und sich Paulas jüdische Identität zur existenziellen Gefahr wandelt. Katharina Höftmann gelingt es meisterhaft, die aufkeimende Angst und die düsteren gesellschaftlichen Veränderungen atmosphärisch dicht einzufangen.
Der Text schont das Lesepublikum nicht, sondern transportiert die Melancholie einer zerrissenen Epoche mit großer emotionaler Tiefe. Man spürt intuitiv, dass der Titel symbolisch für die gewaltigen, unberechenbaren Distanzen und Erschütterungen steht, die das Leben dieser Charaktere formen werden.
Der Diogenes Verlag hat hier zweifellos ein literarisches Highlight im Programm, das perfekt für lange Leseabende geeignet ist.