Freundschaft in bewegten Zeiten
Friedchen und Paula sind beste Freundinnen, doch mit Hitlers Machtübernahme verändert sich alles, da Paula Jüdin ist. Auch Friedchens Liebe zu Max steht unter keinem guten Stern. Die drei werden im Verlauf der Geschichte auseinandergerissen. Was in den folgenden Jahrzehnten geschieht, ebenso wie die sorgenfreie Zeit ihrer frühen Freundschaft, beschreibt die Autorin mit einer Mischung aus Wortwitz und großer Feinfühligkeit.
Dank ihres bildhaften und leichtgängigen Schreibstils schafft es die Autorin, den Leser von Beginn an in die Geschichte hineinzuziehen und Friedchen mit ihrer besonderen Art schnell sympathisch zu machen.
Dennoch hätte ich gerne mehr Zeit mit den einzelnen Charakteren verbracht. Besonders zum Ende hin entwickelte sich die Handlung für meinen Geschmack zu schnell. Zudem versucht die Autorin, zu viele historische und politische Ereignisse der jüdischen Geschichte in den Plot zu integrieren, wodurch die Erzählung an Natürlichkeit verliert. Dass Themen wie der Holocaust, der Zionismus, der Palästina-Konflikt und der Angriff der Hamas vom 7. Oktober alle Eingang in die Handlung finden, lässt den Roman stellenweise überladen und konstruiert wirken. Ein stärkerer Fokus auf die gemeinsame Vergangenheit von Friedchen, Paula und Max sowie deren Beziehung vor und nach dem Zweiten Weltkrieg hätte der Figurenzeichnung und der emotionalen Entwicklung gutgetan. Während Friedchen durch ihre teils derbe Art , die sich auch im Schreibstil widerspiegelt, lebendig wirkt, bleiben die anderen Hauptfiguren leider blass.
„Ozean“ beginnt stärker und vielversprechender, als er endet. Das Buch bietet zwar viele bewegende Momente und besitzt trotz der Schwere der Themen eine erfrischende sprachliche Leichtigkeit, zeigt jedoch inhaltliche und charakterliche Schwächen.
Dank ihres bildhaften und leichtgängigen Schreibstils schafft es die Autorin, den Leser von Beginn an in die Geschichte hineinzuziehen und Friedchen mit ihrer besonderen Art schnell sympathisch zu machen.
Dennoch hätte ich gerne mehr Zeit mit den einzelnen Charakteren verbracht. Besonders zum Ende hin entwickelte sich die Handlung für meinen Geschmack zu schnell. Zudem versucht die Autorin, zu viele historische und politische Ereignisse der jüdischen Geschichte in den Plot zu integrieren, wodurch die Erzählung an Natürlichkeit verliert. Dass Themen wie der Holocaust, der Zionismus, der Palästina-Konflikt und der Angriff der Hamas vom 7. Oktober alle Eingang in die Handlung finden, lässt den Roman stellenweise überladen und konstruiert wirken. Ein stärkerer Fokus auf die gemeinsame Vergangenheit von Friedchen, Paula und Max sowie deren Beziehung vor und nach dem Zweiten Weltkrieg hätte der Figurenzeichnung und der emotionalen Entwicklung gutgetan. Während Friedchen durch ihre teils derbe Art , die sich auch im Schreibstil widerspiegelt, lebendig wirkt, bleiben die anderen Hauptfiguren leider blass.
„Ozean“ beginnt stärker und vielversprechender, als er endet. Das Buch bietet zwar viele bewegende Momente und besitzt trotz der Schwere der Themen eine erfrischende sprachliche Leichtigkeit, zeigt jedoch inhaltliche und charakterliche Schwächen.