Keine leichte Lektüre

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bücherliebe74 Avatar

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Die Autorin Katharina Höftmann führt uns von 1932 bis 2023, durch das Leben und Erleben verschiedener Personen, deren Leben und Schicksal geprägt sind von Verfolgung und Krieg.
Jede Zeitebene ist auf eigene Weise intensiv und berührend.

1932 lernen sich Friedchen und Paula kennen, junge Frauen mit unterschiedlichen familiären und politischen Hintergründen. Doch schnell schließen sie eine innige Freundschaft, die unter der zunehmenden Hitler - Bewegung und dem darauffolgenden Krieg auf eine harte Probe gestellt wird.
2023 begleiten wir Yuval und Noa, die in einem Kibbuz in Israel nahe Gaza leben. Ihr Leben ist geprägt von der menschlichen Nähe und Gemeinschaft des Kibbuz - Lebens, aber auch vom Kriegsgeschehen.

Die Autorin verbindet Geschichte und Politik mit den Lebenswelten zweier Freundinnen - Paare, die verbunden sind über ein Jahrhundert, in der Vergangenheit und der Gegenwart. Und macht deutlich, wie aktuell Antisemitismus, Gewalt und Krieg sind!

Der Schreibstil von Katharina Höftmann ist berührend, atmosphärisch, lebendig und bildhaft und ich fühlte mich stellenweise intensiv mitgenommen in die Szenen. Gerade die Zeit 2023 hat mich tief berührt.
Mit den rasch aufeinanderfolgenden Zeitenwechseln musste ich mich zunächst erst anfreunden. Die Kapitel sind doch recht kurz, um sich in die jeweilige Zeit einzulesen.
An einer Stelle fühlte ich mich leider bedeutend gespoilert, da dort etwas thematisiert wurde, dass für mich in eine andere Zeit gehört hätte und leider vorweggenommen wurde!

"Ozean" war mein erstes Buch von Katharina Höftmann. Es ist keine leichte Lektüre, aber geschichtlich und politisch sehr interessant!

4 von 5 Punkten!