Schöne Illustrationen, toller Erzählstil, leider ein schwieriges Thema.

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felisikat_books Avatar

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werbung|rezensionsexemplar
Im Kinderbuch „Paul bekommt (k)ein Kätzchen“, erleben wir, wie Paul die Regieanweisungen auf seine eigene Art umsetzt und mit dem Erzähler interagiert. Mich hat das ein bisschen an die Geschichten vom „Kleiner König“ erinnert. Das Ganze ist witzig umgesetzt und auch sehr kindgerecht erzählt. Die Texte sind kurz und die verschiedenen Perspektiven durch verschiedene Schriftarten dargestellt. Die Illustrationen sind sehr schön gestaltet und bieten viel Möglichkeit, diese mit dem Kind zu besprechen. Unser Mini-Bookie (4) ist begeistert. An sich eigentlich 5 Sterne. Aber… das gewählte Thema ist etwas ungünstig. Paul soll zunächst ein Kätzchen von der Tierhandlung holen (ist hier eher ungewöhnlich), geht dann aber zum Bauernhof. Das sind meiner persönlichen Meinung nach nicht die optimalen Orte, um an ein gesundes Kätzchen zu kommen. Entweder aus dem Tierschutz oder aus einer seriösen, gesundheitsorientierten Zucht. Auch, dass Paul das einfach alleine entscheidet, ist vielleicht nicht ganz so gut gewählt. Eine Entscheidung für ein Tier ist immer die Entscheidung der Eltern, denn diese tragen die Verantwortung dafür.
Man könnte jetzt natürlich sagen, dass das Buch ja Fiktion und das Ganze künstlerische Freiheit ist, kann man ja, aber meines Erachtens nach ist das Thema zu ernst dafür. Mir wäre tatsächlich das Buch, in dem Paul Waffeln backt, lieber gewesen.
Daher kann ich leider nur 3 Sterne geben.