Arme Hanna

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
gkw Avatar

Von

Arme Hanna, in was für einer verfahrenen Situstion steckt sie eigentlich? Ihr Leben ist ein einziges Schlamassel:
- ein ignoranter Freund, der sich scheinbar nicht darum schert, wie es ihr geht
- niemand in ihrem Freundeskreis, der sie aus dem Krankenhaus abholen will/kann. Sind das denn Freunde?
- eine Mutter, die in ihrer eigenen Welt lebt und die Realität (zumindest Hannas) nicht wirklich wahrnehmen will
- eine Vorgesetzte/Kollegin, die sie gleich ins berufliche Aus kickt.
Einzig am Vater ist (bisher zumindest) nichts aussetzen, er ist aufmerksam und liebevoll.

Arme Hanna. An ihrer Stelle würde ich auch am liebsten im Bett liegen, mir die Decke über den Kopf ziehen und Pause machen von der Welt.

Lena Kupke schreibt klar und direkt, Hannas Gedankengänge sind authentisch und gut nachvollziehbar. Man ist ihr nach wenigen Seiten sehr nahe. Ich glaube, Hanna hatte mehrere Fehlgeburten (zumindest gab es einige Andeutungen, die ich so interpretiert habe) und hat dies noch längst nicht verarbeitet.

Das Cover ist etwas schräg, aber doch auch geheimnisvoll und ansprechend.