Im Ausnahmezustand

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bua1705 Avatar

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Kupkes Roman eröffnet mit einem abrupten Zusammenbruch – körperlich, emotional, sozial. Die Leseprobe zeigt eine Protagonistin, die aus dem Alltag herausgerissen wird und sich plötzlich in einem Zustand völliger Abhängigkeit wiederfindet: benommen, überfordert, auf Hilfe angewiesen, aber innerlich sträubend.

Der Text lebt von einer unmittelbaren, wachen Ich-Perspektive, die selbst im Chaos humorvoll und scharf beobachtet. Gleichzeitig schiebt sich eine tiefe Einsamkeit zwischen die Zeilen: Freunde sind nicht erreichbar, die Eltern überfordert, und Hanna selbst schwankt zwischen Scham, Erschöpfung und dem Wunsch, einfach zu verschwinden.

Der Ton bleibt leichtfüßig, ohne die Schwere zu verharmlosen – ein Roman über einen Moment, in dem alles kippt, und über die zarte, unbeholfene Nähe, die entsteht, wenn man plötzlich nicht mehr funktionieren kann.