Alles auf Anfang

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nisipisi Avatar

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"Pause" von Lena Kupke ist ein Roman, der ungeschönt erzählt, wie es ist, wenn es einem mental schlecht geht. Dabei befasst sich das Werk mit mehreren Aspekten des Lebens: Familie, Freundschaft, Beziehung, Beruf. Diesen Rundumschlag um alle Lebensbereiche finde ich gut gelungen und auch die Message hinter dem Buch schätze ich.

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, waren die teils neumodernen Ausdrücke. Ich weiß, dass die Mischung aus Deutsch und Englisch immer mehr in unseren Sprachgebrauch integriert wird - beim Lesen habe ich das allerdings als anstrengend empfunden. Zumal die Hauptprotagonistin 36 Jahre alt ist und ich es daher für eher unwahrscheinlich halte, dass sie diese Ausdrücke verwenden würde.

Das Cover selbst ist wie ich finde passend und fängt die Stimmung des gesamten Buches gut ein. Was mir an diesem Werk mit Abstand am besten gefallen hat, war wie Lena Kupke die Charaktere zum Leben erschaffen hat. Die einzelnen Protagonisten haben alle bestimmte Charakterzüge, die sie für die Geschichte einerseits unentbehrlich und andererseits so authentisch wirken lassen. Und auch wenn einige der Charaktere wirklich himmelschreiend nervige Eigenschaften hatten, die mich beim Lesen das ein oder andere Mal dazu verleitet haben, die Augen zu verdrehen, so waren diese doch für die Geschichte notwendig. Und auch im echten Leben hat in einer Familie nie jeder nur gute Eigenschaften. Das war also eine äußerst realitätsnahe und gelungene Darstellung, wie ich finde.

Mit "Pause" liest man ein zum Nachdenken anregendes Buch, welches über Probleme zu reden lautstark einfordert! Ein gelungener Roman der Autorin, der die Ungerechtigkeit des Lebens und Mental Health stark thematisiert.