Ein berührender und feinfühlig erzählter Roman!
Mein Leseeindruck:
Manchmal gibt es Bücher, die einen nicht mit großen Dramen oder spektakulären Wendungen fesseln, sondern mit ihren Figuren. Genau so ein Buch ist dieser Roman für mich.
Lena Kupke erzählt Hannas Geschichte mit unglaublich viel Feingefühl. Von der ersten Seite an war für mich spürbar, wie sehr Hanna versucht, alles mit sich selbst auszumachen. Sie möchte niemandem zur Last fallen, schluckt ihre Sorgen lieber herunter und vergisst dabei oft, ihre eigenen Bedürfnisse auszusprechen. Gerade diese leisen Momente machen sie zu einer Figur, die mir sehr nahegekommen ist.
Besonders berührt hat mich, wie die Autorin den Schmerz beschreibt, den Hanna mit sich herumträgt. Sie hat Erfahrungen gemacht, die tiefe Spuren hinterlassen haben und die sich nicht einfach hinter sich lassen lassen. Während andere längst erwarten, dass das Leben weitergeht, kämpft sie noch damit, einen Umgang mit ihrer Trauer und ihren Verletzungen zu finden. Diese Gefühle werden so authentisch beschrieben, dass ich sie in vielen Momenten förmlich greifen konnte.
Umso frustrierender war für mich stellenweise ihr Freund Paul. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass Hanna genau jetzt jemanden bräuchte, der wirklich hinsieht, zuhört und sie auffängt. Stattdessen wirkte Paul auf mich oft hilflos und zu weit weg von dem, was in ihr vorgeht. Mehr als einmal hätte ich ihn am liebsten geschüttelt und ihm gesagt, dass Hanna gerade Unterstützung braucht.
Besonders beeindruckt hat mich die Darstellung ihrer Familie. Die Dynamik zwischen Hanna und ihren Eltern wirkt so echt, dass sie stellenweise fast wehtut. Vor allem Hannas Mutter Sylvia hat mich fasziniert. Oft habe ich beim Lesen gedacht, wie schwierig es sein muss, mit einer Mutter aufzuwachsen, die Gefühle und Probleme lieber verdrängt, als darüber zu sprechen. Gleichzeitig schafft es Lena Kupke, Verständnis für ihre Figur zu wecken. Sylvia steht für eine Generation, die gelernt hat, Belastungen auszuhalten und Konflikte totzuschweigen. Genau diese Sprachlosigkeit innerhalb der Familie beschreibt die Autorin unglaublich treffend und authentisch.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Wärme, mit der Lena Kupke ihre Figuren betrachtet. Niemand wird verurteilt. Stattdessen zeigt sie die unterschiedlichen Perspektiven und macht deutlich, dass hinter vielen Verletzungen oft eigene Erfahrungen und Prägungen stehen.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch. Hanna ist 36 Jahre alt, doch während des Lesens hatte ich oft das Gefühl, einer deutlich jüngeren Frau zu begegnen. In vielen Situationen wirkte sie eher wie Anfang zwanzig als Mitte dreißig. Diese Diskrepanz hat mich immer wieder kurz aus der Geschichte herausgeholt und stellenweise irritiert.
Fazit:
Ein berührender und feinfühlig erzählter Roman über Verlust, Familie und die Kraft, sich den eigenen Verletzungen zu stellen, der trotz kleiner Schwächen lange im Herzen bleibt.
Manchmal gibt es Bücher, die einen nicht mit großen Dramen oder spektakulären Wendungen fesseln, sondern mit ihren Figuren. Genau so ein Buch ist dieser Roman für mich.
Lena Kupke erzählt Hannas Geschichte mit unglaublich viel Feingefühl. Von der ersten Seite an war für mich spürbar, wie sehr Hanna versucht, alles mit sich selbst auszumachen. Sie möchte niemandem zur Last fallen, schluckt ihre Sorgen lieber herunter und vergisst dabei oft, ihre eigenen Bedürfnisse auszusprechen. Gerade diese leisen Momente machen sie zu einer Figur, die mir sehr nahegekommen ist.
Besonders berührt hat mich, wie die Autorin den Schmerz beschreibt, den Hanna mit sich herumträgt. Sie hat Erfahrungen gemacht, die tiefe Spuren hinterlassen haben und die sich nicht einfach hinter sich lassen lassen. Während andere längst erwarten, dass das Leben weitergeht, kämpft sie noch damit, einen Umgang mit ihrer Trauer und ihren Verletzungen zu finden. Diese Gefühle werden so authentisch beschrieben, dass ich sie in vielen Momenten förmlich greifen konnte.
Umso frustrierender war für mich stellenweise ihr Freund Paul. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass Hanna genau jetzt jemanden bräuchte, der wirklich hinsieht, zuhört und sie auffängt. Stattdessen wirkte Paul auf mich oft hilflos und zu weit weg von dem, was in ihr vorgeht. Mehr als einmal hätte ich ihn am liebsten geschüttelt und ihm gesagt, dass Hanna gerade Unterstützung braucht.
Besonders beeindruckt hat mich die Darstellung ihrer Familie. Die Dynamik zwischen Hanna und ihren Eltern wirkt so echt, dass sie stellenweise fast wehtut. Vor allem Hannas Mutter Sylvia hat mich fasziniert. Oft habe ich beim Lesen gedacht, wie schwierig es sein muss, mit einer Mutter aufzuwachsen, die Gefühle und Probleme lieber verdrängt, als darüber zu sprechen. Gleichzeitig schafft es Lena Kupke, Verständnis für ihre Figur zu wecken. Sylvia steht für eine Generation, die gelernt hat, Belastungen auszuhalten und Konflikte totzuschweigen. Genau diese Sprachlosigkeit innerhalb der Familie beschreibt die Autorin unglaublich treffend und authentisch.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Wärme, mit der Lena Kupke ihre Figuren betrachtet. Niemand wird verurteilt. Stattdessen zeigt sie die unterschiedlichen Perspektiven und macht deutlich, dass hinter vielen Verletzungen oft eigene Erfahrungen und Prägungen stehen.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch. Hanna ist 36 Jahre alt, doch während des Lesens hatte ich oft das Gefühl, einer deutlich jüngeren Frau zu begegnen. In vielen Situationen wirkte sie eher wie Anfang zwanzig als Mitte dreißig. Diese Diskrepanz hat mich immer wieder kurz aus der Geschichte herausgeholt und stellenweise irritiert.
Fazit:
Ein berührender und feinfühlig erzählter Roman über Verlust, Familie und die Kraft, sich den eigenen Verletzungen zu stellen, der trotz kleiner Schwächen lange im Herzen bleibt.