Für mich zu oberflächlich
Hanna, sechsunddreissig, landet nach einem "einschneidenden Erlebnis" mit Panikattacke und psychogenen Krampfanfällen im Krankenhaus. Ihrer Reaktion zufolge kennt sie solche Episoden schon und möchte so schnell wie möglich nach Hause. Ihr Freund Paul, mit dem sie seit vier Jahren zusammen ist, hat leider keine Zeit um sie abzuholen. So holen sie ihre Eltern ab und nehmen sie erst mal mit zu ihrem zuhause in Lüneburg, wo Hanna aufgewachsen ist. Und so ist sie plötzlich weit ab von Berlin, ihrem hippen zuhause, den teuren Hipster Cafes und ihrem Job.
Ich wurde mit "Pause" leider nicht ganz warm. Obwohl ich gleich alt bin wie die Protagonistin konnte ich die meisten ihrer Probleme nicht ganz nachvollziehen. Sowohl Hanna als auch Eltern und Schwester haben sehr viele Glaubenssätze, die sie nie hinterfragt haben, sie reagieren oft aus solchen heraus und reflektieren nicht wirklich. Auch während der Erzählung findet hier kein wirkliches Wachstum der Protagonisten statt. Die Geschichte ist ganz unterhaltsam, aber ich hätte ehrlich gesagt auch darauf verzichten können.