Großartig!

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mike nelson Avatar

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Großartig! Ein wahres Psychodrama! Katharsis, Selbstklärung und auch ein wenig Familienkonferenz. Lena Kupke ist mit ihrem Roman "Pause" etwas ganz Großes gelungen; und das kann so nur jemand schreiben, die zumindest über einen vergleichbaren eigenen Erfahrungshintergrund verfügt. Zu Beginn des Hörbuches dachte ich noch "Au weia - die Autorin liest selbst!"; am Ende des Hörbuches denke ich "Diese Geschichte hätte niemand anderes derart authentisch einlesen können:" Hanna arbeitet in Berlin freiberuflich in einer Agentur und wohnt zusammen mit ihrem Freund Paul; als sie bei einer Präsentation einen Zusammenbruch erleidet, gibt es nach dem Krankenhausaufenthalt nur eine Lösung: Hanna zieht vorübergehend zurück zu ihren Eltern in ihren Herkunftsort Lüneburg. Mit 36 Jahren fühlt sich Hanna zurückversetzt in ihre Zeit als Teenager, voll erfasst von einer Familiendynamik, die sie schon längst vorbei glaubte. Ein Ende ihrer Krise ist nicht absehbar, als auch noch Paul sich von ihr trennt... Und der Aufenthalt in Lüneburg, im Elternhaus, in der Nähe ihrer Schwester, scheint kein Ende nehmen zu wollen. Hanna ist nicht untypisch für ihre Generation: Alles und am meisten sich selbst hinterfragend; sich ständig selbst beobachtend und um situationsangemessenes Verhalten bemüht, sich nach außen hin anders verhalten, nämlich 'sozialvertraglich, als einem innerlich zumute ist... permanenter Stress, permanente Anspannung, dauerhafte Selbstkontrolle und Schlafstörungen... und das powert aus, kostet Kraft... Und das hätte niemand anders als Lena Kupke selbst durch ihre Art des Lesens mit einer derartigen Wucht transportieren können. (Und je nach Generation und Herkunft wird man sich an sein eigenes Dort & Damals im Elternhaus erinnert fühlen... Unbedingte Empfehlung!!!