Mehr als eine Pause
Hanna macht eine Pause, das stimmt, aber nicht wie man sich das vorstellt: Geplant, gewollt, gekonnt und danach gut erholt in den Alltag zurück. Stattdessen wird sie vom Schicksal dazu gezwungen, das es ohnehin nicht besonders gut mit ihr meint.
Vielleicht ist diese erzwungene Unterbrechung am Ende gar nicht das Schlechteste, denn von sich aus hätte Hanna sie vermutlich nie eingeleitet. Auch wenn die Auszeit bei ihren Eltern alles andere als wohltuend wirkt.
Ein Buch, in dem viel aktuelle Welt und Alltäglichkeit einfach und ohne große Inszenierung erzählt wird. Menschen, die ständig sagen "Das ist mir jetzt aber zu viel", es nicht böse meinen, aber bei lauter Selfcare gar nicht merken, wer denn wirklich mal diese Grenze setzten sollte. Zum Beispiel Hannas Freund Paul, "Ne, Hanna, das kann ich jetzt wirklich nicht", Hannas Mutter "Also jetzt wirklich, das bringt mir zu viel Unruhe rein".
Überhaupt ist die Rückkehr ins Elternhaus ambivalent: einerseits vertraut, fast heimisch, und zugleich befremdlich, den alten Alltag noch einmal mitzuerleben.
Für mich schwingt in dem Buch die Frage mit, ob wir uns vor lauter Selfcare und „Me-Time“ nicht manchmal aus den Augen verlieren, wer uns gerade wirklich braucht, und ob wir uns durch ständige Abgrenzung nicht ein Stück Gemeinschaft verbauen.
Reden hilft, auch Hanna. (Auch wenn ich beim Lesen mehr als einmal stellvertretend für sie innerlich an die Decke gegangen bin.) Und Lesen hilft eben auch: zum Beispiel dieses Buch.
Vielleicht ist diese erzwungene Unterbrechung am Ende gar nicht das Schlechteste, denn von sich aus hätte Hanna sie vermutlich nie eingeleitet. Auch wenn die Auszeit bei ihren Eltern alles andere als wohltuend wirkt.
Ein Buch, in dem viel aktuelle Welt und Alltäglichkeit einfach und ohne große Inszenierung erzählt wird. Menschen, die ständig sagen "Das ist mir jetzt aber zu viel", es nicht böse meinen, aber bei lauter Selfcare gar nicht merken, wer denn wirklich mal diese Grenze setzten sollte. Zum Beispiel Hannas Freund Paul, "Ne, Hanna, das kann ich jetzt wirklich nicht", Hannas Mutter "Also jetzt wirklich, das bringt mir zu viel Unruhe rein".
Überhaupt ist die Rückkehr ins Elternhaus ambivalent: einerseits vertraut, fast heimisch, und zugleich befremdlich, den alten Alltag noch einmal mitzuerleben.
Für mich schwingt in dem Buch die Frage mit, ob wir uns vor lauter Selfcare und „Me-Time“ nicht manchmal aus den Augen verlieren, wer uns gerade wirklich braucht, und ob wir uns durch ständige Abgrenzung nicht ein Stück Gemeinschaft verbauen.
Reden hilft, auch Hanna. (Auch wenn ich beim Lesen mehr als einmal stellvertretend für sie innerlich an die Decke gegangen bin.) Und Lesen hilft eben auch: zum Beispiel dieses Buch.