Mut für den Neustart

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jules21 Avatar

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„Pause“ ist ein toller, einfühlsamer Roman, der mich irgendwie abgeholt hat und ich kaum aus der Hand legen konnte. 
Die Protagonistin Hanna ist sechsunddreißig Jahre alt und landet nach einer Panikattacke im Krankenhaus. Sie möchte das Spital so schnell wie möglich verlassen, doch irgendwie ist es gar nicht so leicht, dass sie jemanden findet, der sie abholen möchte/könnte. 
Sogar ihr Freund Paul wirkt hier sehr abweisend. So kontaktiert sie ihre Eltern und diese nehmen sie mit nach Lüneburg, wo sie aufgewachsen ist.
Es wird schnell klar, dass ganz viele Dinge in der Familie unausgesprochen sind und vor allem Hanna in den letzten Jahren viel Redebedarf gehabt hätte. Offensichtlich ist es aber in ihrer Familie üblich, dass man mit Problemen, Sorgen und Ängsten allein kämpft. Keine Seltenheiten, daher hat mich dieses Buch auch sehr abgeholt und berührt. Ich fand die Beziehungen zueinander sehr spannend. Vor allem zwischen Hanna und ihrer Mutter. 
Der Schreibstil ist hervorragend, man möchte das Buch nicht weglegen und tiefer eintauchen.
Das Cover hat wunderschöne Farben und zeigt ein sehr entspanntes Bild, welches den Titel des Buches widerspiegelt.