"Ne, also wirklich Hanna!"

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pitchb Avatar

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Darum gehts:
Hanna ist gezwungen nach einem Zwischenfall wieder bei ihren Eltern einzuziehen. Dort hat sich zum einen nichts geändert und zum anderen alles. Aber für Hanna ist es eine ziemliche Herausforderung, da sie mit über 30 wieder zurückzieht. Dort muss sie sich ihrer selbst stellen und herausfinden, was es braucht, um wieder gesund zu werden.

Bei mir hat das Buch deutlich einen Eindruck hinterlassen. Angefangen vom Humor, den Eigenheiten der Charaktere, über den Schreibstil, das Setting bis hin zu den Themen.
In Hannas Eltern habe ich meine Großeltern direkt wiedererkannt. Die gemütliche einfühlsame Art ihres Papas und die gestresste, penible und sehr eigene Art ihrer Mama. An einigen Stellen habe ich mich richtig an ihr gestört, weil sie sehr egoistisch wirkt und teils auch sehr unsensibel mit ihrer Tochter umgeht. Da fand ich das verhalten von Hanna selbst sehr bewundernswert – ich könnte nicht so gelassen reagieren.
Gut überlegt fand ich auch die Rolle der Nachbarin Helen. Sie über nimmt die warmherzige, offenohrige und einfühlsame Mutterrolle ein, welche Hannas Mutter teilweise fehlt. Es zeigt deutlich, dass man genau so eine Rolle braucht, und wenn man sie nicht bei den Eltern findet, dann bei jemand anderem.

Zum Schluss muss ich auch Kritik äußern, denn das Ende des Buches war für mich etwas abrupt und auch unrealistisch. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ihr Eltern sich so verhalten und auch so reflektiert auftreten und über ihr Verhalten sprechen.

Zusammenfassend ein sehr gelungener Roman, dem ich absolut jedem empfehlen kann. Fünf von fünf Sternen!