Neustart mit Hindernissen

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tschy Avatar

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Hanna hat eine Panikattacke und ihre Eltern sind die einzigen Menschen, die Zeit haben sie abzuholen und so geht sie erst mal mit in ihr spießiges Elternhaus mit Mitte 30. Dort ist sie weit weg von ihrer neuen Heimat Berlin und ihrem Freund Paul, der sich immer mehr entfremdet. Hanna hat es nicht leicht in ihrem Elternhaus und mit der Schwester und ihrer Partnerin, die in der Nähe wohnen. Die Eltern haben ihren sehr eigenen Rhythmus und können sich Hanna nicht wirklich anpassen und Hanna fällt es auch sehr schwer sich in ihrem Elternhaus wieder einzugewöhnen. Die Familie schweigt über so viele Dinge, die Kommunikation untereinander ist wirklich schwierig. Für Hanna ist es eine Herausforderung in Lübeck bei ihren Eltern zu heilen und irgendwie kann sie auch die Kindrolle trotz ihres Alters nicht entkommen. So lässt sie sich beispielsweise von ihrer Mutter zum Hausarzt schicken und dort eine Reha beantragen, dann passieren ein paar spannende Dinge und Hanna ist plötzlich in einer ganz neuen Situation.
Das Buch beschreibt gerade die Beziehung von Hanna und ihren Eltern sehr gut und auf eine herrlich erfrischende Art, die den Leser manchmal schmunzeln lässt. Mir hat dieser Debüt-Roman wirklich gut gefallen. Es ist immer interessant und man versteht die einzelnen Protagonisten immer besser im Laufe des Buches. Das Buch hat ein gutes und hoffungsvolles Ende und das finde ich auch wichtig, bei diesem ernsten Thema.