Pause bei der Familie
„Pause“ von Lena Kupke fühlt sich beim Lesen unglaublich nahbar und lebensnah an. Im Zentrum der Geschichte steht die 36-jährige Hanna, die an einen Punkt kommt, an dem ihr Körper nicht mehr kann und sie deshalb wieder bei ihren Eltern in ihr altes Kinderzimmer einzieht. Gerade diese Situation wirkte auf mich sehr authentisch, weil nicht nur Hanna mit allem überfordert ist, sondern auch ihre Eltern, die sich längst an ihren eigenen Alltag gewöhnt haben. Plötzlich müssen alle wieder miteinander klarkommen, was natürlich Spannungen mit sich bringt. Daraus entstehen viele unterschwellige Konflikte, Reibereien und dieses permanente Gefühl, dass vieles unausgesprochen bleibt.
Besonders überzeugt hat mich die Darstellung der Familienbeziehungen. Die Figuren reden selten offen miteinander, vieles wird eher verdrängt oder nur angedeutet. Das zeigt sich auch in Hannas Beziehung zu Paul, in der ehrliche Kommunikation ebenfalls oft fehlt. Gleichzeitig haben alle Charaktere ihre ganz eigenen Eigenheiten. Ich habe oft mitgelitten, war wütend oder sprachlos. Genau dadurch wirken die Figuren glaubwürdig und keineswegs künstlich.
Obwohl der Roman ernste Themen behandelt, gibt es immer wieder humorvolle Momente, die die Geschichte angenehm auflockern.
Sehr ans Herz gewachsen ist mir außerdem die Nachbarin Helen. Sie scheint die erste Person zu sein, die Hanna wirklich zuhört und ihre Gefühle ernst nimmt, ohne sie klein zureden.
An einigen Stellen bleibt der Roman allerdings eher vage. Vor allem bei Hannas Fehlgeburt und den Umständen, die letztlich zu ihrem Krankenhausaufenthalt führen, hätte ich mir teilweise mehr Hintergrund gewünscht. Vieles wird nur angerissen. Gleichzeitig passt genau das vielleicht auch zur Geschichte, weil das echte Leben eben oft keine eindeutigen Antworten liefert.
Insgesamt ist „Pause“ ein emotionaler, ehrlicher und zugleich humorvoller Roman über Überforderung, familiäre Beziehungen und den Wunsch, endlich wirklich gesehen zu werden.
Besonders überzeugt hat mich die Darstellung der Familienbeziehungen. Die Figuren reden selten offen miteinander, vieles wird eher verdrängt oder nur angedeutet. Das zeigt sich auch in Hannas Beziehung zu Paul, in der ehrliche Kommunikation ebenfalls oft fehlt. Gleichzeitig haben alle Charaktere ihre ganz eigenen Eigenheiten. Ich habe oft mitgelitten, war wütend oder sprachlos. Genau dadurch wirken die Figuren glaubwürdig und keineswegs künstlich.
Obwohl der Roman ernste Themen behandelt, gibt es immer wieder humorvolle Momente, die die Geschichte angenehm auflockern.
Sehr ans Herz gewachsen ist mir außerdem die Nachbarin Helen. Sie scheint die erste Person zu sein, die Hanna wirklich zuhört und ihre Gefühle ernst nimmt, ohne sie klein zureden.
An einigen Stellen bleibt der Roman allerdings eher vage. Vor allem bei Hannas Fehlgeburt und den Umständen, die letztlich zu ihrem Krankenhausaufenthalt führen, hätte ich mir teilweise mehr Hintergrund gewünscht. Vieles wird nur angerissen. Gleichzeitig passt genau das vielleicht auch zur Geschichte, weil das echte Leben eben oft keine eindeutigen Antworten liefert.
Insgesamt ist „Pause“ ein emotionaler, ehrlicher und zugleich humorvoller Roman über Überforderung, familiäre Beziehungen und den Wunsch, endlich wirklich gesehen zu werden.