Schonungslos offen
Nach einem Zusammenbruch möchte Hanna niemandem zur Last fallen, so bleiben nur die Eltern in einer beschaulichen Kleinstadt, denen sie sich zumuten möchte. Dabei hat sie doch so ein szenetypisches Leben in Berlin: coole Freunde, einen Partner, freies Arbeiten als Künstlerin, Instagram als Lebenselixier. Doch was davon hat wirklich Bestand, wenn man am Boden liegt?
Schonungslos beschreibt Lena Kupke die Verzweiflung und Traurigkeit von Hanna. Hinter ihrer (ehemals) strahlenden Fassade verbergen sich Schicksalsschläge, glücklich ist sie schon lange nicht mehr. Sich das einzugestehen, herauszufinden, was wirklich zählt, ist ein Teil des Buchs.
Der andere beschäftigt sich mit der Angst, sich zuzumuten und Zumutung auszuhalten. Was mache ich, wenn jemand trauert? Schweigen und mich zurückziehen? Oder offen fragen und wirklich für jemanden da sein? Hanna erlebt beides. Wobei sie zunächst nur das Schweigen hat. Auch in ihrem Elternhaus wird viel geschwiegen. Aus Angst zu verletzen oder Gefühlen ausgesetzt zu sein, geht man lieber zum Alltag über. Und das durchaus mit viel Liebe, aber eben auch Hilflosigkeit. Das Zugewandte erlebt Hanna eher bei Fremden, die zu Freunden werden.
Selten habe ich Gefühle so gut beschrieben gelesen. Ich kann mitfühlen und auch wenn Hanna mir im Handeln komplett fremd ist, verstehe ich doch ihre innere Welt. Das ist der Autorin wirklich großartig gelungen.
Mir gefällt sehr, dass Lena Kupke sowohl die Schweigenden als auch die Fragenden wohlwollend zeichnet. Es kann einfach nicht jeder Gefühle aushalten und zeigen. Manchmal sind es auch die kleinen Gesten, die zählen.
„Pause“ ist ein Roman, der nachhallt und der anregt, sich selbst zu fragen, wo man gerade steht. Großartig!
Schonungslos beschreibt Lena Kupke die Verzweiflung und Traurigkeit von Hanna. Hinter ihrer (ehemals) strahlenden Fassade verbergen sich Schicksalsschläge, glücklich ist sie schon lange nicht mehr. Sich das einzugestehen, herauszufinden, was wirklich zählt, ist ein Teil des Buchs.
Der andere beschäftigt sich mit der Angst, sich zuzumuten und Zumutung auszuhalten. Was mache ich, wenn jemand trauert? Schweigen und mich zurückziehen? Oder offen fragen und wirklich für jemanden da sein? Hanna erlebt beides. Wobei sie zunächst nur das Schweigen hat. Auch in ihrem Elternhaus wird viel geschwiegen. Aus Angst zu verletzen oder Gefühlen ausgesetzt zu sein, geht man lieber zum Alltag über. Und das durchaus mit viel Liebe, aber eben auch Hilflosigkeit. Das Zugewandte erlebt Hanna eher bei Fremden, die zu Freunden werden.
Selten habe ich Gefühle so gut beschrieben gelesen. Ich kann mitfühlen und auch wenn Hanna mir im Handeln komplett fremd ist, verstehe ich doch ihre innere Welt. Das ist der Autorin wirklich großartig gelungen.
Mir gefällt sehr, dass Lena Kupke sowohl die Schweigenden als auch die Fragenden wohlwollend zeichnet. Es kann einfach nicht jeder Gefühle aushalten und zeigen. Manchmal sind es auch die kleinen Gesten, die zählen.
„Pause“ ist ein Roman, der nachhallt und der anregt, sich selbst zu fragen, wo man gerade steht. Großartig!