Sich selbst verloren und gefunden

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löwenmutter Avatar

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Ich habe den Roman in zwei Tagen durchgesuchtet und fühle jetzt diese Leere, wenn lieb gewonnnene Charaktere und Plott einem fehlen und man auf eine Fortsetzung hofft.
Mit der Lektüre des Romans zieht der Leser mit der 36 Jahre alten Hanna plötzlich und unerwartet wieder bei den Eltern ein, weil Partner und Freundeskreis nicht den gebrauchten Rückhalt geben können, den Hanna in ihrer Situation braucht. Als Erwachsene in die Rolle des Kindes versetzt zu werden und sich nichts sehnlicher als "sturmfrei" zu wünschen, ist ein verrücktes Gefühl. Sich selbst wiederfinden ist ein großes Thema in dieser Situation. Dabei werden mit viel Humor Idealvorstellungen von Weiblichkeit, Familie und Partnerschaft hinterfragt.
Liebe kann so schmerzhaft sein. Traurigkeit und Wut haben mich beim Lesen begleitet, aber auch mindestens so viel Liebe und Geborgenheit. Ich glaube nicht, dass es notwendig ist, ähnliche Erlebnisse gemacht zu haben, um diesen Roman zu lieben. Aber man sollte bereit sein, sich auf diese intime Gefühlswelt einzulassen.