Tragikomisch und authentisch

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siehdichum Avatar

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Nach einem Zusammenbruch muss die sechsunddreißig jährige Hanna eine Auszeit von allem nehmen, sowohl privat als auch beruflich, es bleibt ihr nichts anders übrig, als zurück zu ihren Eltern ins Haus nach Lüneburg zu ziehen, in ihr ehemaliges Kinderzimmer, das mittlerweile als Arbeitszimmer ihres Vaters funktioniert. Sie versucht möglichst wenige Tage bei ihren Eltern zu bleiben, unverhofft kommt noch alles anders, auch ihre Eltern sind mit ihrer Situation überfordert - längst haben ihre Eltern ein eigenes Leben aufgebaut, mit festen Strukturen und mitten im Leben platzt ihre Tochter heim und bringt ihnen gehörig ihr fester Tagesablauf durcheinander.
In Hanna`s Heimat kehren die ganzen Kindheitserinnerungen zurück und sie trifft die Menschen in dem kleinen Ort, in denen sie am liebsten um einen großen Bogen machen möchte, gleichzeitig versucht sie, ihr Leben alleine in Griff zu bekommen und
in denen sie jedoch eingestehen muss, dass sie nicht alleine zurecht kommt und auf professionelle Hilfe angewiesen ist.
Ein Geschichte, in denen die Beziehung der erwachsene Tochter und ihren Eltern sehr authentisch und schonungslos erzählt wird, wo die Probleme einfach unter dem Teppich gekehrt wird und die Fassade muss um jeden Preis aufrecht erhalten werden.

Ich war positiv überrascht über die Geschichte und habe es sehr gerne gelesen, die Autorin Lena Kupke schreibt sehr einfühlsam, schonungslos ehrlich und humorvoll, in denen man einfach ihr zustimmen muss, so erlebt man als Erwachsene tatsächlich im Elternhaus wieder und auch ein Thema, das sehr zum Nachdenken anregt. Für mich persönlich, war es einer der besten Bücher, die ich gerne gelesen habe und kann das Buch für alle empfehlen, die längst aus dem Elternhaus ausgezogen, es kann jeden treffen !