Vom Schweigen und vom Weitergehen

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anja_steinvorth Avatar

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Inhalt: Nach einem einschneidenden Erlebnis kehrt die 36-jährige Hanna aus Berlin zurück in ihr Elternhaus nach Lüneburg. Dort wird sie nicht nur mit ihrer eigenen Krise konfrontiert, sondern auch mit den unausgesprochenen Konflikten und alten Mustern ihrer Familie.

Mein Leseeindruck: Das Buch hat mich vor allem durch seinen zugänglichen und angenehm unaufgeregten Schreibstil überzeugt. Lena Kupke gelingt es, auch schwere Themen mit einer Leichtigkeit zu erzählen, die das Buch trotz seiner emotionalen Tiefe nie belastend wirken lässt.

Besonders beeindruckt hat mich die authentische Darstellung der Figuren. Jede Person bringt ihre ganz eigene Art mit, auf Krisen zu reagieren und Liebe zu zeigen. Besonders berührt hat mich die Figur der Hanna. Sie wirkt von Anfang an sehr nahbar und authentisch in ihrem Versuch, nach einem schweren Einschnitt wieder Halt zu finden. Ihre Gedanken, Zweifel und inneren Konflikte sind so überzeugend beschrieben, dass ich ihre Gefühle gut nachvollziehen konnte.

Ebenso gelungen ist die Auseinandersetzung mit familiärer Kommunikation. Das Buch zeigt eindrücklich, wie viel in Familien unausgesprochen bleibt und wie sehr Missverständnisse oder fehlende Gespräche Beziehungen prägen können. Gleichzeitig macht Lena Kupke deutlich, dass hinter dem Schweigen oft Liebe, Überforderung oder der Wunsch, andere zu schützen, stehen.

Fazit: Ein kluger und emotionaler Roman, der nicht nur vom Umgang mit Krisen erzählt, sondern vor allem von den Menschen, die sie auf ganz unterschiedliche Weise bewältigen. Ich empfehle das Buch gerne weiter.