Warum das alles?
Was passiert, wenn Verlage auf bekannte Persönlichkeiten setzen, die als Standup-Comedian ihr Geld verdienen? Ein Roman wie „Pause“ von Lena Kupke. Schon das Exposé des Romans – wenn es denn eines gab – hätte dazu führen müssen, dass es abgelehnt wird. Da Marketingmechanismen allerdings anders funktionieren, wenn auch nur der Verdacht besteht, man könnte mit einem Buch Geld verdienen, wird Kupkes Erstling gedruckt, gehypt, in allen Buchhandlungen verstreut – und enttäuscht trotzdem auf der ganzen Linie. Ähnliches konnte ich schon bei TikTok-Berühmtheit Leonie Schöler beobachten, die mit „Beklaute Frauen“ ein mehr als schwaches Buch ablieferte und trotzdem in aller Munde war – natürlich positiv.
Stilistisch erinnert mich „Pause“ an einen eher schlechten Schulaufsatz, was an sich schon anstrengend ist, von der schablonenhaften Figurenzeichnung jedoch noch getoppt wird. Hanna erleidet in Magdeburg während einer Präsentation einen Zusammenbruch, landet im Krankenhaus und wird letztendlich von ihren Eltern abgeholt und in ihr Lüneburger Kinderzimmer verfrachtet, das sich inzwischen in Papas Gelegenheitsbüro verwandelt hat. Sehr präsent ist der große Drucker, den Kupke immer wieder beschreibt, ebenso wie der schlechte Kleidungsstil der Lüneburger, deren Sucht nach Polyesterstoffen und Millenial-Jeans. Der Roman lebt von der Arroganz einer gescheiterten Großstädterin, die das Kleinstadtleben ins Lächerliche zieht. Klischee reiht sich an Klischee. Eine Entwicklung der Hauptperson ist nicht auszumachen, stattdessen beschließt Hanna ein altes dänisches Waldhaus zu restaurieren, das ihrem coolen Onkel gehörte, der nun auf dem Fußballplatz starb, ansonsten aber im Dunkel bleibt, und schon ist sie auf dem Weg der Besserung. Wer einen oberflächlichen Roman mit Heile-Welt-Ende sowie Personen, die zu Stichwortgebern mutieren, sucht, ist hier gut beraten. Wer auf Tiefgründigkeit und die Entwicklung einer Hauptperson in einer Lebenskrise setzt, sollte es besser lassen. So frage ich mich am Ende: Warum das alles? Ich hoffe, die Verkaufszahlen rechtfertigen diese Fehlentscheidung.
Stilistisch erinnert mich „Pause“ an einen eher schlechten Schulaufsatz, was an sich schon anstrengend ist, von der schablonenhaften Figurenzeichnung jedoch noch getoppt wird. Hanna erleidet in Magdeburg während einer Präsentation einen Zusammenbruch, landet im Krankenhaus und wird letztendlich von ihren Eltern abgeholt und in ihr Lüneburger Kinderzimmer verfrachtet, das sich inzwischen in Papas Gelegenheitsbüro verwandelt hat. Sehr präsent ist der große Drucker, den Kupke immer wieder beschreibt, ebenso wie der schlechte Kleidungsstil der Lüneburger, deren Sucht nach Polyesterstoffen und Millenial-Jeans. Der Roman lebt von der Arroganz einer gescheiterten Großstädterin, die das Kleinstadtleben ins Lächerliche zieht. Klischee reiht sich an Klischee. Eine Entwicklung der Hauptperson ist nicht auszumachen, stattdessen beschließt Hanna ein altes dänisches Waldhaus zu restaurieren, das ihrem coolen Onkel gehörte, der nun auf dem Fußballplatz starb, ansonsten aber im Dunkel bleibt, und schon ist sie auf dem Weg der Besserung. Wer einen oberflächlichen Roman mit Heile-Welt-Ende sowie Personen, die zu Stichwortgebern mutieren, sucht, ist hier gut beraten. Wer auf Tiefgründigkeit und die Entwicklung einer Hauptperson in einer Lebenskrise setzt, sollte es besser lassen. So frage ich mich am Ende: Warum das alles? Ich hoffe, die Verkaufszahlen rechtfertigen diese Fehlentscheidung.