Wenn alle Stricke reißen

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elenanett Avatar

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In dem Buch „Pause“ von Lena Kupke geht es um die 36-jährige Hanna, die einen Zusammenbruch erleidet und notgedrungen wieder bei ihren Eltern einzieht. Dort fällt sie fast automatisch zurück in die Rolle des Kindes. Es ist rührend zu sehen, wie die Familie – obwohl chaotisch und sehr redselig – füreinander da ist. Am Ende zeigt sich: Blut ist doch dicker als Wasser.
Hanna muss lernen, sich wieder zu emanzipieren, auf sich zu achten und sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Manche Situationen erinnern an typische Auseinandersetzungen zwischen Teenagern und ihren Eltern oder Geschwistern. Doch diese Konflikte bleiben liebevoll, und die Versöhnung lässt nie lange auf sich warten.
Es ist ein warmer, herzlicher Roman über eine Auszeit, die jeder im Leben einmal gebrauchen kann. Wenn alles schiefgeht, steht die Familie hinter einem und hilft in der größten Not. Das Buch ist nicht seicht und nicht kitschig, sondern mit viel Witz und Humor geschrieben. Ich habe es sehr genossen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.