Wenn alles zu viel wird

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mimi81 Avatar

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Lena Kupke ist mit Pause ein ehrlicher und einfühlsamer Roman gelungen, der zeigt, dass im Leben nicht immer alles perfekt läuft. Besonders die Dialoge zwischen Hanna und ihren Eltern wirken unglaublich authentisch und wie direkt aus dem echten Leben gegriffen. Mich hat beeindruckt, wie realistisch die familiären Konflikte und Missverständnisse dargestellt werden.
Einfühlsam werden Themen wie Versagensängste, Selbstzweifel und das Gefühl, nicht genug zu sein, behandelt. Hanna kämpft mit der Angst zu versagen und fühlt sich dabei oft unverstanden. Ihre Eltern haben nie gelernt, offen über Gefühle zu sprechen, verschließen sich eher und sind mit der Situation völlig überfordert. Dadurch bleibt Hanna oft auf sich allein gestellt.
Auch in ihrem Freundeskreis und in ihrer Beziehung findet Hanna kaum den Rückhalt, den sie in dieser schwierigen Zeit dringend bräuchte. Gerade diese Einsamkeit macht die Geschichte stellenweise schmerzhaft, aber auch sehr glaubwürdig und berührend.
Der Schreibstil ist bildhaft, leicht verständlich und gleichzeitig tiefgründig. Ein bewegender Roman über Krisen, familiäre Muster und den schwierigen Weg zurück zu sich selbst.
Wer ehrliche Geschichten über familiäre Beziehungen und persönliche Krisen mag, sollte diesem Buch eine Chance geben. 4/5 Sterne