Wenn alles zu viel wird

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
kaenzyy Avatar

Von

Plötzlich ist Hanna im Krankenhaus, sie kann es gar nicht glauben und möchte auch so schnell es geht wieder gehen.
Natürlich ist ihr bewusst, dass sie zuletzt keine leichte Zeit hatte, aber ein Krankenhaus ist doch viel zu übertrieben.
Aber in ihrem Elternhaus hatte sie sich eigentlich auch nicht mehr gesehen...

Mich hat die Handlung sehr schnell fesseln können.
Hanna war nicht immer eine leichte Protagonistin, da ihre Stimmungsschwankungen auch manchmal sehr plötzlich waren, trotzdem mochte ich ihre inneren Monologe und habe mich gleichzeitig um sie gesorgt.

Nachdem Hannas Eltern sie aus dem Krankenhaus abholen, wohnt sie wieder bei ihnen und die Umstellung von Berlin nach Lüneburg und nicht mehr in der eigenen Wohnung leben, sondern wieder im alten Kinderzimmer, das mittlerweile ein Büro ist, ist gar nicht so einfach.
Der Alltag ihrer Eltern holt sie schnell ein.
Was für Hanna gar nicht lustig war, fand ich jedoch manchmal zum Schreien komisch.
Ihre Eltern verhalten sich wie richtige Eltern, ich weiß nicht wie man das besser beschreiben soll, aber wenn man das Buch liest, wird man es verstehen.

Hanna hat viel zu verarbeiten und auch wenn nicht alles klar ausgesprochen wird, versteht man nach und nach was bei ihr die letzten Monate und Jahre los war.
Sie ist überfordert und überreizt, daher auch ihre Stimmungsschwankungen, und man versteht sie.
Wie soll sie auch sonst reagieren?
Doch nicht alle in ihrem Umfeld verstehen das und manchmal auch Hanna nicht.
Sie zu begleiten war daher nicht immer leicht, aber ich wollte auch nicht damit aufhören.

Fazit: Ein oft humorvolles Buch, das aber auch schwierige Themen aufgreift, eine gelungene Mischung.