wenn niemand so wiklich da sein will
Hanna bricht auf der Arbeit zusammen und strandet dann erstmal bei ihren Eltern.
Die Autorin erzählt mit einer guten Beobachtungsgabe für die Marotten der gutbürgerlichen Vorstadt, oft in einer ironischen Überzeichnung, eine Geschichte über die Sprachlosigkeit nach Schicksalsschlägen. Was Hanna passiert ist können wir als Leser den Hinweisen im Text entnehmen, aber ausgeschrieben wird es nicht. Denn genau darum geht es. Um die Vermeidung und Überforderung von Hannas nahem Umfeld und auch von ihr selbst. Nur dass sie die Einzige ist, die das Problem nirgends mehr hinschieben kann, denn sie ist das Epizentrum.
Im Stil wird hier eher distanziert erzählt, Hannas „funktionieren“ und „keine Last sein wollen“ spiegeln sich darin. Ich bin trotzdem gut in die Geschichte rein gekommen und fand es locker zu lesen, es gibt genug emotional ansprechenden Inhalt und auch die leicht überzeichnete Darstellung bringt Witz und Schwung in die Erzählung. Allerdings, insbesondere Szenen mit nur einmal auftauchenden Nebencharakteren, werden so stark überzeichnet, dass sie teilweise ins Unangenehme kippen.
Die Entwicklung im Buch ist langsam, Hannas Weg steinig, das Ende sehr passend, aber auch nicht der große Durchbruch, den sich manch einer erhoffen mag. Mich hat in dieser Hinsicht das Realistische des Buches abgeholt. Und: Jede der Szenen im Gesundheitssystem fand ich treffend und ehrlich, was ich sehr wertschätze.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, ich finde es eine starke Auseinandersetzung mit den Folgen eines Schicksalsschlages, von dem niemand so wirklich etwas wissen will.
Die Autorin erzählt mit einer guten Beobachtungsgabe für die Marotten der gutbürgerlichen Vorstadt, oft in einer ironischen Überzeichnung, eine Geschichte über die Sprachlosigkeit nach Schicksalsschlägen. Was Hanna passiert ist können wir als Leser den Hinweisen im Text entnehmen, aber ausgeschrieben wird es nicht. Denn genau darum geht es. Um die Vermeidung und Überforderung von Hannas nahem Umfeld und auch von ihr selbst. Nur dass sie die Einzige ist, die das Problem nirgends mehr hinschieben kann, denn sie ist das Epizentrum.
Im Stil wird hier eher distanziert erzählt, Hannas „funktionieren“ und „keine Last sein wollen“ spiegeln sich darin. Ich bin trotzdem gut in die Geschichte rein gekommen und fand es locker zu lesen, es gibt genug emotional ansprechenden Inhalt und auch die leicht überzeichnete Darstellung bringt Witz und Schwung in die Erzählung. Allerdings, insbesondere Szenen mit nur einmal auftauchenden Nebencharakteren, werden so stark überzeichnet, dass sie teilweise ins Unangenehme kippen.
Die Entwicklung im Buch ist langsam, Hannas Weg steinig, das Ende sehr passend, aber auch nicht der große Durchbruch, den sich manch einer erhoffen mag. Mich hat in dieser Hinsicht das Realistische des Buches abgeholt. Und: Jede der Szenen im Gesundheitssystem fand ich treffend und ehrlich, was ich sehr wertschätze.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, ich finde es eine starke Auseinandersetzung mit den Folgen eines Schicksalsschlages, von dem niemand so wirklich etwas wissen will.