Zuhause ist man jemand anderes

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Als jemand, der selber nach dem Studium wieder bei seinen Eltern eingezogen ist, hat das Buch mich direkt ansprechen können und absolut neugierig gemacht.

Das Cover finde ich schön. Es hat kräftige Farben und stellt für mich in gewisser Weise auch eine Einsamkeit da, die mich sehr berührt hat. Umso neugierig hat es mich dann aber auch auf die Geschichte gemacht.

Hanna ist eine Protagonistin mit der ich mich sehr gut identifizieren konnte. Sie versucht unabhängig zu sein, aber letztendlich sind es doch die Eltern, die sie aufnehmen, als die Menschen in ihrem Leben nicht für sie da sein können. Sie ist niemand der oft nach Hilfe fragte, diese aber oft gibt, umso schmerzvoller ist es dann, wenn man diese Hilfe nie zurückbekommt, was etwas war das ich gut nachvollziehen konnte. Zu Anfang des Buches lässt vieles einfach Geschehen, wodurch man dann im Verlauf des Buches aber auch eine gute Entwicklung feststellen konnte.

Hannas Familie war auch etwas das ich gut nachvollziehen konnte und viele Parallelen gezogen habe. Dennoch hat sich das Buch in der zweiten Hälfte sehr stark gezeigt. Ich habe hier verschiedene Entwicklungen gesehen und fand es auch schön wie hier mentale Gesundheit thematisiert wurde. Auch das Zurückkehren in die Heimat und das Einziehen bei den Eltern fand ich ein sehr spannendes Thema, denn in meinen Augen macht es einem zu einem anderen Menschen, was Lena Kupke auch sehr gut eingefangen hat.

Besonders beeindrucken konnte mich hier wie Lena Kupke die Emotionen dieses Buch transportiert hat. Es war nicht immer einfach der Geschichte zu folgen. Gerade am Anfang empfand ich sie als wahnsinnig schmerzhaft. Es hat Empathie gefehlt, jeder hat sich nur um sich selbst gekümmert und Hanna wurde von vielen Menschen im Stich gelassen, was für mich schon sehr weh tat. So konnte mich der Schreibstil der Autorin auch komplett von sich einnehmen, so dass ich absolut gefangen von der Geschichte war.