Ein Leben mit Hunden

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anja_steinvorth Avatar

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Brian Sewell erzählt in diesem Roman seine persönliche Lebens- und Erinnerungsgeschichte über die Hunde, die ihn von seiner Kindheit bis ins hohe Alter begleitet haben.

Brian Sewell (1931–2015) war in Großbritannien vor allem als Kunstkritiker bekannt und galt als eine der schillerndsten und kontroversesten Stimmen der britischen Kunstwelt. Seine Urteile waren oft scharf, pointiert und kompromisslos. Gleichzeitig war er Autor und ein großer Tierliebhaber, der viele seiner Hunde aus dem Tierschutz zu sich nahm.

Besonders gefallen hat mir, dass Sewell das Leben mit Hunden nicht verklärt. Stattdessen beschreibt er sie als eigenständige Persönlichkeiten mit Eigenheiten, Schwächen und ganz individuellen Charakterzügen. Seine Hunde erscheinen dabei aber nie nur als Tiere, sondern als Begleiter auf Augenhöhe. Sewell schreibt über ihre Loyalität, ihre Würde und die besondere Fähigkeit von Hunden, Menschen Trost und Halt zu geben.

Ebenso ehrlich spricht er über die schmerzhaften Seiten des Zusammenlebens mit Tieren. Er scheut sich nicht davor, Verlust und Trauer anzusprechen und die Lücke zu beschreiben, die ein geliebter Hund hinterlässt. Gerade diese Offenheit macht das Buch besonders authentisch und berührend.

Da ich selbst einen Hund habe, konnte ich vieles von dem, was Sewell beschreibt, sehr gut nachvollziehen. Viele kleine Beobachtungen, Verhaltensweisen und Gefühle kamen mir vertraut vor. Beim Lesen musste ich oft schmunzeln, manchmal wurde ich auch nachdenklich, vor allem in den Momenten, in denen Sewell die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Hund beschreibt.

Fazit: Ein warmherziges, kluges und fein beobachtetes Buch über die Verbundenheit zwischen Mensch und Hund. Brian Sewell zeigt sich darin von einer sehr persönlichen Seite und mit großem Verständnis für die Bedeutung, die Tiere für unser Leben haben können.