Ein Leben mit Hunden - kein Hundeleben

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Brian Sewell ist in Deutschland mit einem Buch über eine Eselin bekannt geworden, die ein etwas exzentrischer Engländer aus Pakistan über den halben Kontinent mit sich zurück nach England nimmt. Die Tierliebe und der Wunsch, Tieren ein angenehmes Leben zu bieten und einfach mit ihnen zu leben, zeigt sich auch in dem Buch "Penny, Prince und Ginny". Den Titel geben die Namen der ersten zahlreicher Hunde, die Sewell sein Leben lang begleitet haben, und auch aus diesem Text spricht die große Nähe zu den Tieren. Kapitel für Kapitel widmet er sich einzelnen oder - bei engen Verwandtschaftsverhältnissen unter den Hunden - mehreren Tieren und portraitiert sie über ihre Ankunft im Sewellschen Haushalt, ihre Vorlieben und ihr Verhalten bis hin zu ihrem Tod und der Trauer durch Mensch oder anderen Hunde. Man lernt: Zimperlich sein und an Dingen hängen darf man als Halter großer Hunde nicht - zu schnell gehen Möbel, Bücher und Autos kaputt.
Interessant bei Sewell ist, dass diese Hundeportraits nicht kitschig, sondern auf eine Weise intellektuell und überaus ernsthaft wirken, außerdem enorm zärtlich für einen sonst so gefürchteten Kunstkritiker... Das Buch liest sich leicht und schnell und dürfte besonders Hundliebhaber*innen und -haltern sehr gefallen.