Heiter-melancholische Tiergeschichten

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
murksy Avatar

Von

Der leider im September 2015 verstorbene Brian Sewell erzählt in seinem Buch von seiner Tier- und vor allem Hundeliebe. Der Titel nennt zwar nur drei Hunde, in seinem langen Leben hatte Sewell aber laut dem abgebildeten Stammbaum sechzehn. Das ist eine Menge und zeigt, wie vernarrt der bekannte Kunstkritiker in seine Hunde war. Oft war das Tierheim seine Anlaufstation, aber auch von Reisen brachte er Findlinge mit, die ihn viele Jahre begleiteten. Sewell schreibt auch bei allen seinen Hunden, denen jeweils ein kleines Kapitel gewidmet ist, vom Tod des Tieres. Das ist immer wieder traurig und zeigt, dass das Leben vergänglich ist. Aber Sewell liebte das Leben, genau wie seine Hunde und gibt uns vielleicht auch damit etwas Mut, Schicksalsschläge und Verluste zu überwinden. Besonders amüsant ist vor allem für Hundebesitzer die Aufzählung der Eigenheiten der verschiedenen Hunde. Und die langjährige Erfahrung mit seinen Tieren zeigt deutlich, wie unterschiedlich die Charaktere der Hunde waren. Es macht Spaß, den Lebensweg des Hundebesitzers zu begleiten, auch wenn die Freundschaft immer, im Verhältnis zum Menschenleben, von relativ kurzer Dauer ist. Sicher ist aber, das die Tiere bei Sewell ein schönes Leben hatten, geliebt wurden und ihr Hundedasein ausleben durften. Ein schönes, kleines und anrührendes Buch, das auch Nichthundebesitzer gut unterhalten kann. Londonkenner kommen auch auf ihre Kosten, werden doch kleine Eigenheiten der Bevölkerung oder örtliche Gegebenheiten erwähnt. Die Zeichnungen der Hunde im Buch sind einfacher Natur, passen aber gut zur Erzählung. Eine gelungene Rückschau auf ein Leben mit den besten Freunden des Menschen.

Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.