Lesenswerte Erinnerungen

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regenprinz Avatar

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Wie schön, dass dieses interessante Buch jetzt in deutscher Übersetzung erschienen ist! Ich habe es voller Neugier und mit großem Vergnügen gelesen.

Der Autor Brian Sewell, der als Kunsthistoriker arbeitete, hat sein ganzes Leben mit Hunden verbracht und er setzt ihnen hier ein wunderbares Denkmal. Die einzelnen Kapitel im Buch sind jeweils bestimmten Hunden gewidmet. Sowohl ihre Herkunft als auch ihre Geschichten sind so verschieden und einzigartig wie ihre Charaktere. Es gibt sehr berührende Momente, aber auch sehr lustige Erlebnisse und Anekdoten. Mir hat die Erzählweise gut gefallen, alles wirkt authentisch und lebendig, weil der Autor nichts beschönigt. Nicht immer läuft alles rund, manches braucht viel Geduld und Vertrauen, bis das Zusammenleben klappt. Auch Hunde, die nicht stubenrein waren oder seine wertvollen alten Bücher zerstört haben, durften bleiben und fanden ihren festen Platz im Herzen des Autors. Dass Sewell ein großer Tierfreund war, haben übrigens auch ein paar streunende Katzen, verletzte Tauben oder verirrte Entenküken erfahren.

Die ungewöhnlichste Geschichte ist sicher die Rettung von Mop, die der Autor bei einer Wanderung in der Türkei verletzt in einer Felsspalte findet und dann im Rucksack mit sich herumträgt, bis er sie nach einer furchtbar langen Quarantäne in England endlich nach Hause holen kann. Ich mochte außerdem die Whippets in den Geschichten besonders gern, da zu meiner Familie auch eine Whippethündin gehört. Generell sind die Namen, die der Autor seinen Hunden gegeben hat, genial! Manches im Buch ist very british, auch die Art, wie Brian Sewell sich an all die Tiere, die sein Leben begleitet haben, erinnert.

Die Illustrationen im Buch fand ich zauberhaft und für Hundefreunde ist es ein wirklich schönes Geschenk!