Berührende Themen, aber wenig Sogwirkung

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vasensa Avatar

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Nora könnte eigentlich kaum glücklicher sein: Seit vielen Jahren führt sie mit dem liebevollen und einfühlsamen Robin eine erfüllte Beziehung. Als dieser ihr überraschend einen Heiratsantrag macht, sagt sie ohne zu zögern Ja. Doch ihre Gefühlswelt gerät ins Wanken, als auf der Verlobungsfeier plötzlich ihr Jugendfreund Bren auftaucht, der nach Jahren im Ausland zurückkehrt. Zwischen den beiden stehen noch viele unausgesprochene Dinge im Raum, und nach und nach kommen Wahrheiten ans Licht, die Nora an ihren bisherigen Entscheidungen zweifeln lassen.

Der Roman greift wichtige Themen wie Liebe, Zusammenhalt, Freundschaft und psychische Erkrankungen auf. Erzählt wird die Geschichte überwiegend aus Noras Sicht, ergänzt durch einzelne Kapitel aus Robins Perspektive, die in der Du-Form geschrieben sind. Dieser Perspektivwechsel sorgt grundsätzlich für Abwechslung in der Geschichte, das stilistische Mittel der in der Du-Form verfassten Kapitel aus Robins Sicht haben sich mir allerdings nicht wirklich erschlossen.

Zudem wirkte die Handlung stellenweise etwas konstruiert. Insbesondere die enge emotionale Verbindung zwischen Nora und Bren nach langen Phasen der Funkstille konnte ich nur bedingt nachvollziehen, sodass mich ihre Beziehung nicht vollständig überzeugen und emotional erreichen konnte.
Insgesamt handelt es sich um eine schöne Geschichte mit sympathischen Charakteren und wichtigen Botschaften. Auch einige unerwartete Entwicklungen gegen Ende sorgen für Spannung, insgesamt fehlte mir jedoch das gewisse Etwas, das mich dauerhaft zum Weiterlesen motiviert hätte. Trotz gelungener Ansätze und interessanter Themen konnte mich die Geschichte daher nicht vollständig in ihren Bann ziehen. ⭐⭐⭐½☆ (3,5/5 Sterne)