Ein Buch, das mitten ins Herz trifft

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In "People in Love" geht es um Nora, die nach zehn gemeinsamen Jahren ganz überraschend den Heiratsantrag ihres Freundes Robin annimmt. Eigentlich hatte sie sich eine Hochzeit nie wirklich für ihre Zukunft vorgestellt. Doch als plötzlich Bren, ihre große Jugendliebe, wieder in ihr Leben tritt, geraten ihre Gefühle und all ihre Zukunftspläne ins Wanken. Plötzlich stellt sich die Frage, ob der vermeintlich richtige Weg wirklich der ist, den sie gerade eingeschlagen hat.

Was dieses Buch für mich so besonders gemacht hat, sind die Figuren. Claire Daverley schafft es, Figuren zu erschaffen, die sich unglaublich echt anfühlen. Niemand ist perfekt, jeder macht Fehler, zweifelt, verletzt andere oder wird selbst verletzt. Genau das macht Nora, Robin und Bren so nahbar. Ich habe mit allen drei mitgefiebert, obwohl sie sich gegenseitig das Leben nicht immer leicht machen. Es gab keinen Moment, in dem ich gedacht habe: Warum macht diese Figur das jetzt? Stattdessen konnte ich jede Entscheidung nachvollziehen – auch wenn sie manchmal wehgetan hat.

Der Schreibstil ist ruhig und unaufgeregt, aber gerade dadurch entfalten die emotionalen Momente eine enorme Wirkung. Die wechselnden Erzählperspektiven sorgen dafür, dass man die Figuren immer besser versteht und ihre Gedanken und Gefühle intensiv miterlebt. Das Buch lebt nicht von großen Dramen auf jeder Seite, sondern von den leisen Momenten dazwischen. Und genau diese sind mir besonders im Gedächtnis geblieben.

"People in Love" ist für mich weit mehr als eine Liebesgeschichte. Es ist ein Roman über die Menschen, die uns prägen, über Entscheidungen, die unser ganzes Leben verändern können, und über die Frage, ob das Herz manchmal einen anderen Weg gehen möchte als der Verstand. Wer tiefgründige Geschichten mit authentischen Figuren und ganz viel Gefühl liebt, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Für mich war es definitiv eines der Bücher, das man nicht einfach beendet, sondern noch eine ganze Weile mit sich herumträgt.