Eine leise, ehrliche Geschichte

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yvonnchen Avatar

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Das Cover? Dezent, ohne Schnickschnack – passt perfekt zum Buch.
Die Geschichte klingt erstmal nach einem Standard-Szenario: Verlobung, alter Jugendfreund taucht auf, große Gefühle. Aber Daverley macht da nicht mit. Sie lässt die Geschichte atmen – kleine Momente, echte Zweifel, keine einfachen Antworten. Genau das macht es so interessant.
Ihr Schreibstil ist ihr größtes Pfund. Ruhig und präzise, mit Sätzen, die hängen bleiben. Sie beschreibt ein gemeinsames Frühstück und du fühlst eine ganze Beziehung.
Die Figuren sehen aus wie echte Menschen – es gibt keine Klischees, keine Schwarz-Weiß-Malerei. Nora ist einfach jemand, der zweifelt. Das reicht.
Wer ihr Debüt Talking at Night (in 20+ Sprachen übersetzt, für den British Book Award nominiert) geliebt hat, wird hier nicht enttäuscht.
Der einzige Nachteil ist, dass es nicht so actionreich ist und die Geschichten nicht so schnell voran gehen. Wer das nicht mag, ist hier falsch. Wenn du auf leise, ehrliche Geschichten stehst, solltest du das Buch unbedingt.