Leider eher durchwachsen
Noras Freund Robin macht ihr einen Antrag, den sie mit einem begeisterten „Ja, ja, ja!“ annimmt. Nach zehn gemeinsamen Jahren scheint der nächste Schritt nur logisch. Doch auf ihrer Verlobungsfeier taucht plötzlich Bren auf, ihre Jugendliebe, die sie seit einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen hat. Und auf einmal gerät Nora ins Zweifeln, ob Robin wirklich der Mann ist, den sie heiraten möchte.
Claire Daverleys Debüt Vom Ende der Nacht hat mir sehr gut gefallen, deshalb war ich umso gespannter auf ihren zweiten Roman People in Love (Ü: Anja Mehrmann, Anne Thomas). Leider konnte das Buch meine hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen.
Vor allem die Figuren blieben für mich auf Distanz. Zwar wird immer wieder erwähnt, wie eng Bren und Nora früher miteinander verbunden waren, und es gibt einige Rückblicke in Form von Erinnerungen. Mir hätten jedoch zusätzliche Szenen aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit geholfen, um diese besondere Verbindung wirklich nachzuvollziehen. Gerade weil die Geschichte davon lebt, dass die beiden auch nach so vielen Jahren nicht voneinander loskommen, hätte ich mir mehr konkrete Schlüsselmomente gewünscht. So blieb für mich etwas unklar, worauf dieses starke Band eigentlich beruht.
Einige Kapitel werden außerdem aus Robins Perspektive erzählt. Seine Skepsis gegenüber Bren ist nachvollziehbar, dennoch hat er dadurch bei mir zunächst keine Sympathiepunkte gesammelt. Erst im letzten Teil des Romans hat sich mein Blick auf ihn verändert.
Trotz meiner Schwierigkeiten mit den Figuren mochte ich die Themen, die Daverley in ihrem Roman aufgreift. Besonders das letzte Drittel hat mich überrascht und deutlich mehr berührt als der Rest des Buches. Hier widmet sich die Autorin intensiv den Themen Trauer, Verlust und deren Bewältigung. Gleichzeitig zeigt sie erneut ihr Gespür für Dialoge, die Emotionen präzise auf den Punkt bringen. Genau diese Intensität und emotionale Tiefe hätte ich mir bereits früher im Roman gewünscht.
So bleibt für mich ein eher durchwachsenes Buch mit interessanten Themen und einem starken Schluss, das für meinen Geschmack jedoch etwas zu lange gebraucht hat, um wirklich Fahrt aufzunehmen.
Claire Daverleys Debüt Vom Ende der Nacht hat mir sehr gut gefallen, deshalb war ich umso gespannter auf ihren zweiten Roman People in Love (Ü: Anja Mehrmann, Anne Thomas). Leider konnte das Buch meine hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen.
Vor allem die Figuren blieben für mich auf Distanz. Zwar wird immer wieder erwähnt, wie eng Bren und Nora früher miteinander verbunden waren, und es gibt einige Rückblicke in Form von Erinnerungen. Mir hätten jedoch zusätzliche Szenen aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit geholfen, um diese besondere Verbindung wirklich nachzuvollziehen. Gerade weil die Geschichte davon lebt, dass die beiden auch nach so vielen Jahren nicht voneinander loskommen, hätte ich mir mehr konkrete Schlüsselmomente gewünscht. So blieb für mich etwas unklar, worauf dieses starke Band eigentlich beruht.
Einige Kapitel werden außerdem aus Robins Perspektive erzählt. Seine Skepsis gegenüber Bren ist nachvollziehbar, dennoch hat er dadurch bei mir zunächst keine Sympathiepunkte gesammelt. Erst im letzten Teil des Romans hat sich mein Blick auf ihn verändert.
Trotz meiner Schwierigkeiten mit den Figuren mochte ich die Themen, die Daverley in ihrem Roman aufgreift. Besonders das letzte Drittel hat mich überrascht und deutlich mehr berührt als der Rest des Buches. Hier widmet sich die Autorin intensiv den Themen Trauer, Verlust und deren Bewältigung. Gleichzeitig zeigt sie erneut ihr Gespür für Dialoge, die Emotionen präzise auf den Punkt bringen. Genau diese Intensität und emotionale Tiefe hätte ich mir bereits früher im Roman gewünscht.
So bleibt für mich ein eher durchwachsenes Buch mit interessanten Themen und einem starken Schluss, das für meinen Geschmack jedoch etwas zu lange gebraucht hat, um wirklich Fahrt aufzunehmen.