Über die kleinen und großen Gefühle des Alltags und der Liebe

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celinairena Avatar

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Claire Daverley schafft es, die ganz kleinen und großen Emotionen des Alltags einzufangen wie niemand sonst.

Nach ihrem Erfolg mit "Vom Ende der Nacht" konnte ich es kaum erwarten, diesen Roman zu lesen. Und was soll ich sagen? Ich habe ihn verschlungen!

Während auf den ersten Blick in "People in Love" ein ähnliches Thema („Was wäre, wenn?“) behandelt wird wieihr erstes Buch, sind die Geschichte und die Prämisse doch grundsätzlich anders. Daverley schafft es, Emotionen einzufangen, die jeder von uns bereits gespürt hat, und tut das auf eine so präzise Art, dass man beim Lesen immer wieder innehalten muss. Berührende Sätze und Gedanken sind auf wunderschöne Weise in den Text eingewoben.

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen und mich gleichzeitig berührt. Ich bin mir sicher, dass auch die gelungene Übersetzung dazu beigetragen hat. Nachdem ich den ersten Band in der Originalsprache gelesen hatte, war ich nervös, diesen nun auf Deutsch zu lesen. Aber meine Bedenken waren schon nach kurzer Zeit wie weggeblasen.

Auch die Geschichte hat mich überzeugt. Mir gefielen Robins und Noras Beziehung sehr, ebenso wie ihr Umfeld. Allerdings war für mich das Ende deutlich stärker als der Anfang. Leider konnte mich Brens Charakter nicht überzeugen. Dafür, dass er immer wegläuft und eigentlich voller Trauer ist, war er für mich nicht ausreichend ausgearbeitet.

"People in Love" zeigt verschiedene Arten von Liebe, aber auch Freundschaft und Familie werden gelungen in den Vordergrund gestellt. All die Komplexität und die Gefühle, die das Leben mit sich bringt, sind wundervoll ausgearbeitet. Ich würde das Buch jedem empfehlen, der gerne Sally Rooney liest, würde die beiden Autorinnen jedoch nicht miteinander vergleichen.